Boreout Syndrom: Unterforderung am Arbeitsplatz

Das Burnout, als Ausbrennen oder Überbelastung, dürfte den meisten ein Begriff sein.
In dem von Philippe Rothlin und Peter Werder im März 2007 veröffentlichten Buch „Diagnose Boreout”, wird das genaue Gegenteil, das Boreout (Unterforderung) vorgestellt.
Die Unterforderung stellt genau wie die Überbelastung ein Extrem der Arbeitswelt dar, das wir ernst nehmen sollten.
Symptome des Boreout Syndroms sind:
- Müdigkeit
- Desinteresse
- Schlechte Laune
- Leidenschaftslosigkeit
- Langeweile durch Unterforderung
- Identifikationsprobleme mit der eigenen Arbeit
Unterfordert und gestresst, nicht faul
Menschen, die das Boreout Syndrom gepackt hat, sind nicht faul. Sie wollen arbeiten, doch die Arbeit oder das Unternehmen gibt diesen Menschen nicht die nötige Auslastung.
Dieser Effekt kann vor oder während der Arbeit entstehen. Und im Grunde ist niemand vor ihm sicher. Vor allem Arbeitnehmer, die ihre Aufgaben und deren Pensum nach einem festen  Plan erledigen müssen, sind beliebte Opfer. Ebenso betroffen sind Personen, die einer Tätigkeit nachgehen, die deren Leidenschaft und Tatendrang nicht wecken.
Der Wunsch, im Beruf weniger arbeiten zu müssen, ist zwar bei vielen vorhanden, doch ist dieser nicht mit einem Boreout gleichzusetzen. Denn eine dauerhafte Unterforderung führt eher zu mehr, anstatt weniger Stress. Der Arbeitsplatz wird somit zum unangenehmen Wartezimmer, bei dem man ständig auf die Uhr schaut, in der Hoffnung, dass wieder eine weitere Minute verstrichen ist.
Künstliche Auslastung
Alle Boreout-Opfer werden die freie Zeit nun auf ihre eigene Weise nutzen. So könnte man sich, anstatt nur rumzusitzen, mit privaten Dingen und Verpflichtungen die Zeit vertreiben. Dazu gehören meist das Surfen und Kaufen im Internet, private Telefonate und Smalltalk mit den Kollegen. Nur der Chef sollte von diesen Dingen nichts mitbekommen.
All diejenigen, die private Dinge nicht während dieser „Arbeitszeit” erledigen möchten (oder sich nicht trauen), widmen sich dann doch wieder bestehenden Projekten. Nur was tun, wenn  das Projekt im Grunde schon fertig ist? Genau, man bastelt einfach noch ein bisschen dran herum. Und ehe man sich versieht, ist man vom Boreout und Perfektionismus gleichermaßen betroffen. Zukünftige Aufgaben, die man früher sehr effizient erledigen konnte, stellen von nun an ein großes Hindernis dar.
Diese beiden unangenehmen Gefährten wieder loszuwerden, stellt sich mit zunehmender Dauer als äußerst schwierig dar. Die freie Zeit wird anderweitig gefüllt, womit die Kraft zur Überwindung einer solchen Unterforderung fehlt.
Auf diese Weise wirken Sie auf Kollegen vielleicht beschäftigt, doch Sie selbst fühlen sich immer noch leer und ungebraucht. Auch das in jedem Menschen vorhandene Bedürfnis nach Anerkennung kann so nicht befriedigt werden.
Good Bye Boreout
Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten sich vor einem Boreout zu schützen:
- Präventive Maßnahme: Üben Sie eine Arbeit aus, die Ihnen Freude bereitet und Ihnen nicht jeden Tag das Gefühl gibt, wieder arbeiten gehen zu MÜSSEN, sondern zu DÜRFEN!
- Gesunde Balance finden: Ihre Arbeit sollte Sie weder überfordern (Burnout) noch unterfordern (Boreout). Erledigen Sie deshalb Aufgaben, denen Sie gewachsen sind und an denen Sie gleichzeitig noch wachsen können.
- Private Anteile: Auf ihrer Arbeit sollten vor allem eines tun: arbeiten! Sobald ihr Zeitfenster für private Erledigungen fortlaufend zu wachsen scheint, sollten Sie sich mehr herausfordernden Aufgaben widmen.
- Identifizierung: Stellen Sie sich regelmäßig die Frage, warum Sie ausgerechnet in diesem Unternehmen arbeiten. Sobald Sie spüren, dass Sie nur wenige oder keine soliden Argumente sammeln können, haben Sie einen Hinweis darauf, dass Sie einem Boreout unterliegen.
Kategorie: Karriere & Arbeit - Verfasst am 3. September 2008
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Ich langweile mich zu tode…
Wie wäre es, wenn “Boredommer” sich mal überlegen würden was für neue Projekte angeleiert werden könnten? Nur abzuwarten was einem so zugeteilt wird kann ja nicht immer der richtige Weg sein, oder?
Boah, die Arbeit stinkt mir aus dem Hals. Ich hab nie was zu tun. Mach mir Gedanken über eine Kündigung. Leide ich eigentlich bereits unter einem Boreout-Syndrom?? Wenn ja, lasse ich mich gleich einweisen.
Scheint die nächste “Volkskrankheit” zu sein… Mir geht es ganz genauso. Arbeite bei einer staatlichen Einrichtung und habe leider nicht die Möglichkeit mir neue Projekte zu suchen. Gespräche mit der Chefin waren zur Genüge vorhanden. Leider ohne Erfolg. Zwar hatte ich mehr Arbeit (die natürlich immernoch nicht genug war, aber ok) nur musste ich feststellen, dass diese völlig sinnlos war und nur Zeitvertreib und “dann-ist-sie-wenigstens-wieder-ruhig”-Arbeit. Natürlich frage ich nach dem dritten “Projekt” dieser Art nicht mehr nach neuer Arbeit. Verständlich, oder? Ein Teufelskreis…
Gott sei Dank gibt es einen Namen fuer meine Langeweile im Job!
Bin durch Zufall darueber gestolpert und froh darueber.
Dachte ich leide an Burnout (aehnliche Symptome) was nicht sein kann, da ich seit September 2007 jobmaessig komplett unterfordert bin.
Langeweile mich im Job und habe es meinem Chef VOR MONATEN gesagt… Die neuen Aufgaben sind so unspannend, dass ich tatsaechlich Vorstellungsgespraeche anleiere….
Hoffe, dass das Buch mir weiterhilft.
Endlich gibt es einen Namen für diesen Teufel!
Im Studium immer nur unter Stress und Hektik, der Job danach kam wie gerufen und ist jetzt nur noch grausam…wie von 120 auf 10 runter.
Ich habe keine Lust und sitze quasi meine Zeit nur ab. Irgendwann ist man auch mit allen privaten Dingen fertig und “tut so”, als wäre man beschäftigt. Jede einzelne Strategie kommt mir sehr sehr bekannt vor. Weil ich sie in den vergangenen 4 Monaten genauso gemacht habe (beängstigend!!) Ich war nie faul und nun habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mein (unverdientes) Gehalt bekomme.
Vom Chef ist keine Hilfe zu erwarten, meine Kollegen sagen, ich “solle mich dem Arbeitstempo anpassen”. Aber bedeutet das für mich, für eine Präsentation, für die ich früher 1/2 Stunde brauchte, mir 3 Tage Zeit zu nehmen?
Ich suche einen neuen Job…
Kann ich nur bestätigen. Und als ich sagte, daß ich mir spannendere Aufgaben und mehr Arbeit wünsche, kamen noch Sachen wie, such Dir ein Hobby, sei doch froh, wenn Du nicht soviel hast, Work-Life-Balance und solche Sprüche.
Bin schon auf der Suche nach was neuem, vielleicht gehen die Kopfschmerzen und Müdigkeit dann weg.
Da schmeisst man seinen Job in der IT-Abteilung eines grossen Discouters, weil man bei einem reinen IT-Unternehmen goooooosse Perspektiven geboten bekommt.
Bei Arbeitsantritt stellt man fest, dass das tolle Projekt sich in Wohlgefallen aufgelöst hat und die spannende Arbeit aus Übersetzungen und einer unkoordinierten Führungsetage besteht.
…Oder wie sonst erklärt es sich, dass ich Zeit habe hier nicht nur den Text zu lesen sondern auch ein Kommentar zu verfassen?
Leute
ich kenne Euer Leiden nur zu gut. Ich komme am Morgen ins Büro, erledige alle anfallenden Sachen und bin dann manchmal schon nach 15 Min. ohne Arbeit. Dann warten bis 12.00 Uhr, Essen gehen und nach dem essen das gleiche. Ich komme ursprünglich aus der Privatindustrie (Vobis) arbeitete da als Filialleiter und war stets jeden Tag zu 150% ausgelastet. Jetzt im Staatsbetrieb als Informatiker läuft gar nichts mehr.
Ich werde dieses Jahr 43 und habe jede Art von Psycho Krankheiten. Anhaltende Müdigkeit, Frust, Desinteresse, Lustlosigkeit, gereizt und mir würde noch viel mehr einfallen.
Ich sitze in einer Zwickmühle, da dieser Job auch gutes mit sich bringt. 3x pro Woche kann ich noch bei meiner Mutter zum Essen vorbei. Arbeitsweg ist nur 10 Minuten, Salär ist auch ok.
Eigentlich habe ich auch die Nase voll von Informatik. Ich beschäftige mich seit 1988 mit diesem Thema und wirklich etwas interessantes ist seit den 90er Jahren kaum mehr dazugekommen.
Ich denke ich werde mal mit meinem Chef reden müssen. Die Angst vor einer Kündigung ist aber stet im Vordergrund…
Das ist ja witzig! Ich kämpfe seit 3 Monaten mit meiner Langeweile im Job und kann es nicht begreifen, warum für mich so viel Geld ausgegeben wird. Und weil ich so wenig zu tun habe, surfe ich im Internet und finde das hier. Ich habe tausendmal lieber ganz viel Stress, als sowas hier. Weiß schon gar nicht mehr, was ich an privaten Sachen erledigen soll und jetzt kann ich mir auch erklären, woher meine Müdigkeit und Gereiztheit kommt. Habe schon angefangen, mir Excel-Kenntnisse selbst beizubringen, aber mir fehlt dazu die nötige Motivation. Gespräche haben auch nichts genützt. Keine Aussicht auf Besserung. Da hilft nur: einen neuen Job suchen!
zum Glück bin ich nicht alleine …. nur dass bei mir ein Wechsel zwischen Unterforderung und Überforderung statt findet und das seit ca. 5 Jahren, aber seit dem letzten Jahr extrem und die Langeweilezeiten nehmen zu.
In manchen Wochen (meist dann, wenn man sowieso genügend zu tun hat) kommt noch mehr dazu - und muss alles dringenst erledigt werden.
In der anderen Zeit verbringt man seinen Arbeitstag nicht nur mit surfen oder sich Office-Kenntnisse oder Fachspezifisches anzueignen (zählt bei uns in der Firma alles zu privaten Dingen ), sondern wie ihr so schön beschrieben habt, damit Dinge die schon erledigt waren immer wieder zu erledigen. Und das immer langsamer, dabei schämt man sich den Kollegen gegenüber, die nicht wissen was sie zuerst tun sollen. Sagen kann man nichts, da die Kündigungswelle sonst auf einen selbst überschwappt (innerhalb eines halben Jahres wurde der Mitarbeiterbestand halbiert!)
P.S. Bewerben kann man sich ja woanders, ob man dann aber einen Job bekommt ist trotzdem dahin gestellt - was bestätigter Weise auch mit am Ruf des jetzigen AGs liegt.
Ein Teufelskreis.
Hallo,
schön, dass es anderen auch so geht. Ich habe nach 3 arbeitsreichen Jahren nur noch Langeweile im Büro. Und wenn ich viel zu tun habe, dann nur noch Routinearbeiten.
Jeder sagt wie toll das ist. Leider kann ich der Sache nichts abfinden, da meine Laune immer schlechter wird. Ich fühle mich unterfordert mit vielen psychosomatischen Symtomen.
Ich denke auch - nur neu bewerben und hoffen auf Besserung
Hallo,
ja, es ist ziemlich unangenehm, in der sogenannten “Bore-out”-Situation zu stecken. Problematisch daran ist, dass sich eine gewisse Lethargie einschleicht, die allerdings nicht mit dem Arbeitstag endet, sondern sich in die Freizeit mit hineinzieht. Es ist einfach, von aussen zu sagen “Such Dir doch einen anderen Job”, denn diese Lethargie und Energielosigkeit gepaart mit der Sinnlosigkeit im Berufsdasein verstellt den Blick auf die eigenen Stärken und Möglichkeiten. Gleichzeitig bin ich innerlich so angespannt wie wenn ich unter Dauerstress stehen würde. Es ist ein Teufelskreis, denn das Leben im “Wartezimmer Arbeit” ist noch nicht so unterträglich, dass man gezwungen ist, Maßnahmen zu ergreifen, andererseits wird man immer träger und träger. Vor kurzem hat sich auch mein Körper diesbezüglich zu Wort gemeldet, indem ich mir sämtliche Infekte einfange, die in der Luft liegen, eine Art passiver Widerstand. Denn wenn man krank ist, kann man ja nix dafür und fühlt sich gerechtfertigt nicht da aufzutauchen, wo man eh nur vor sich hin wartet uns man keinen Sinn sieht.
Und ich denke, spätestens, wenn körperliche Symptome auftauchen, ist es Zeit zu handeln. Man hat es selbst in der Hand, ich hoffe, ich schaffe es bald, diese Situation wieder in den Griff zu bekommen.
Hallo Zusammen!
Als ich hier vor 1,5 Jahren angefangen habe, wusste ich vor Arbeit kaum noch wohin. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich jede Menge Überstunden. Aber seit 6 Monaten langweile ich mich zu Tode. Meine Überstunden habe ich bis auf eine annehmbare Zahl abgebaut, aber man will ja auch keine Minusstunden machen, sieht ja blöd aus.
Daher sitze ich hier jeden Tag meine Zeit ab, gucke pausenlos auf die Uhr und frage mich welche sinnlose Website ich noch nicht besucht habe. Teilweise frage ich Freunde, ob ich was für sie googlen soll, damit ich beschäftigt bin.
Der Job macht mir überhaupt keinen Spaß mehr und bevor ich hier hinvegetiere suche ich mir einen neuen Job. Einige Gespräche hatte ich schon. Ich kann nur hoffen, dass sich mit einem neuen Job die Situation ändert. Damit mein Hirn nicht einrostet, habe ich schon eine neue Sprache gelernt…..
Was man nicht alles tut!!! Müdigkeit und Gereiztheit kenne ich sehr gut und auch die Lethargie, in die man verfällt. Dann lieber jeden Tag unter Strom stehen….
Ich bin froh zu sehen, dass ich mit meiner Situation nicht alleine bin und wünsche uns allen, dass es besser wird!!!!
Ich leide schon seit fast 3 Jahren an diesem Problem.
Bis ich heute etwas über Boreout gelesen haben, dachte ich immer ich hätte sonst was.
Bevor ich meinen jetzigen Job angenommen habe, hatte ich immer Arbeit für zwei oder drei, immer wieder neue Probleme zu lösen, Rufbereitschaften, Überstunden etc.
Bei meinem jetzigen Job arbeite ich in der Regel MAXIMAL 10 Minuten am Tag und das über Wochen (es gibt einfach nicht mehr Arbeit, egal wo ich suche und wen ich frage)!
Heute verdiene ich mehr Geld als vorher mit dem ganzen Stress und da habe ich mir immer gedacht “Super - mehr Geld weniger Arbeit! Was willst Du mehr”.
Leider bin ich durch diese Fehleinschätzung wohl in diesen Teufelskreis geraten und versuche nun bisher verzweifelt wieder dort rauszukommen.
Gut zu wissen, dass man nicht alleine mit dem Problem da steht.
Hallo zusammen!
Ich recherchiere einen Artikel über Boreout und suche Leute, die sich am Arbeitsplatz langweilen und sich mit mir darüber unterhalten würden. Bitte schreiben Sie mir ein Mail: ines.vogel@gesundheitstipp.ch.
Ich freue mich auf Ihre Zuschriften und bin sehr gespannt!
Gruss, Ines Vogel
Hallo zusammen,
meine Güte tut es gut, zu sehen dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin. Seit über einem Jahr bin ich von meinem Job total gelangweilt und unterfordert. Dadurch hat sich eine solche Lethargie, Desinteresse, Frust und die ersten depressiven Züge entwickelt, dass ich mich, wenn denn mal eine Herausforderung kommt, dann völlig überfordert fühle. Ist das nicht verrückt?
Gleichzeitig habe ich ein so schlechtes Gewissen meinen Mitarbeitern, Kollegen und der Firma gegenüber, dass ich mich selbst kaum noch leiden kann.
Die Frage, die mir hier aber stelle ist, ist der Job daran schuld oder die eigene Einstellung? Bringt es mir also wirklich etwas, mich woanders zu bewerben oder ist das nur eine Fluchtreaktion?
Auf jedenfall werde ich mir jetzt erstmal das Buch bestellen und schauen, was es dazu zu sagen hat…
Hallo Silvia,
habe weiter oben schon mal gepostet, aber als ich Deinen Eintrag gerade gelesen hatte, musste ich einfach nochmal posten.
Weil: genauso ist es bei mir auch, eine Lethargie, die nicht etwa mit getanem Arbeitstag in der Arbeit zurückbleibt, sondern die sich ins ganze Leben einschleicht. Arbeiten z.B. im Haushalt, kleine profane Dinge wie Altpapier runtertragen etc., die einem früher leicht von der Hand gingen, weil sie ja nun wirklich nicht mühsam sind, bleiben unerledigt, einfach, weil ich so energielos bin, mich zu fast nichts mehr aufraffen kann.
Und nein, ich glaube nicht, dass es an der Einstellung liegt, zumindest nicht in meinem Fall. Was meinste, wie oft ich schon versucht habe, mich zu motivieren, die positiven Seiten meiner Arbeit aufgeschrieben habe, Sicherheit, Zuverlässigkeit, nette Kollegen etc. Oder Tricks wie “jetzt kniest Dich mal voll rein, wird ein Superprojekt diesmal”.
Ergebnis: Besserung für ein paar Tage, dann schlägt die Unterforderung, das “Rausgewachsen sein aus dem Job” wieder zu und Pfffffffffffff, wie ein losgelassener Luftballon, nur leider nicht zugebunden, verpufft die ganze Energie wieder im Nichts und zurück bleibt die bequeme Leere.
Irgendwie erinnert mich die ganze Situation bildlich gesprochen wie in einem Riesenhaufen Sch… zu sitzen, die Sch… steht einem bis zum Hals, es stinkt einem, aber es ist weich und warm.
Heute ist wieder einer jener Tage, an dem ich am Liebsten den ganzen Krempel hinschmeissen würde und mir meine Energie, mein Selbstvertrauen, mein Wissen, mein Können etc. wieder zurückerobern möchte, denn sie waren ja vorher da, ich war ja nicht immer so lethargisch.
Alles was der Arzt dazu meinte, war ein Rezept für eine Packung Antidepressiva. ICH BRAUCHE KEINE ANTIDEPRESSIVA, ICH BRAUCHE EINEN TRITT IN DEN ARSCH!!!! Was nützt es mir, mir die Situation mit Pillen erträglich zu gestalten? Das ändert nichts an der chronischen Unterforderung und Unzufriedenheit, sicher, die Symptome wären weg, aber die Ursache nicht, und das ist es, was ich anpacken müsste.
Ich hoffe, hier in dem Hamsterrad der Lethargie endlich mal den Ausgang zu finden bzw. die Notbremse zu ziehen, auszusteigen und mir meiner wieder bewusst zu werden.
Hoffentlich schaffe ich das bald, denn so wie es jetzt läuft ist es vergeudete Zeit und verschwendete Lebensenergie.
Alles was es dazu braucht ist ein Quentchen Mut und die anerzogenen mahnenden Zeigefinger “das kannst Du doch nicht machen, das ist zu riskant” “in der heutigen Zeit” “sei froh, dass Du einen sicheren Job hast”.
Ja, ich habe einen sicheren Job, aber ich bin sicher nicht froh. Und das ist es doch letztendlich das, auf das es ankommt.
“Finde den Beruf der zu Dir passt und Du wirst keinen Tag in Deinem Leben arbeiten”.
Puh, ganz schön viel Text, aber das musste einfach raus heute.
Ups, ich meine natürlich und die anerzogenen mahnenden Zeigefinger…zu ignorieren.
Ich mache gerade eine Ausbildung zur Bürokauffrau, habe aber schon eine abgeschlossene Ausbildung als kaufmännische Assistentin. Daher verfüge ich bereits über sämtliche Kenntnisse.
Aber im Moment werde ich angemault, da ich zu schnell bin und meine Abteilung keine Aufgaben mehr für mich hat. Ich helfe nebenbei schon in anderen Abteilungen aus, damit ich überhaupt mal was zu tun habe.
Ich frage ständig ob ich noch was tun kann, “nein, als Azubi darf man ja eh kaum was machen”, und dann sitz ich nur rum bis ich feierabend habe. Wozu ist man denn Azubi?! Um was zu lernen und gefordert zu werden.
Ich merke selbst, dass ich wahnsinnig unterfordert bin, da ich Aufgaben brauche, bei denen ich gefordert werde. Morgens mag ich nicht aufstehen, da ich weiß, dass ich sowieso kaum was erledigen darf.
Mein Job macht mir Spaß, wahnsinnig sogar! Nur im Moment sieht alles nach Unterforderung aus.
Bei mir macht sich das durch Verdauungsprobleme, ständige Bauchschmerzen und Kreislaufprobleme bemerkbar.
Ich weiß, dass ich was kann, dass ich schon ein wenig begabt bin. Aber dass ich damit nichts anfangen kann, macht mich fertig.
Hallo!
Es ist verblüffend, wie sehr sich eure Kommentare mit meiner derzeitigen Situation decken. Mein größtes Problem ist, dass ich mich mit meiner Arbeit (im Büro) einfach überhaupt nicht identifizieren kann. Es erscheint mir alles irgendiwe sinnlos und künstlich aufgebläht. Ich bin von Natur aus eigentlich ein interessierter, neugieriger und motivierter Mensch, doch seit mittlerweile 2 Jahren haben mein inneres Potenzial, meine Energie und in der Folge auch meine Lebensfreude ständig abgenommen. Schlimm daran ist, dass ich die Situation zwar erkennen und beschreiben kann, es mir aber so unglaublich schwer fällt etwas wirklich daran zu ändern. Auch mein vorheriger Job war diesbezüglich sehr ähnlich. Manchmal mache ich mir Vorwürfe, dass ich zu hohe Ansprüche habe und versuche mir einzureden, wie gut es mir denn eigentlich geht. Aber meine gesamte psycho-physische Verfassung sagt mir, dass es nicht so ist. Der Mensch hat einfach andere Bedürfnisse als 8 Stunden am Tag vor dem PC bzw. in sinnentleerten Meetings zu sitzen. Es ist alles eine große künstliche Blase. Bei mir kommt dann noch tägliches Pendeln mit dem Auto dazu. Der Vergleich mit dem Hamsterrad trifft meine Situation ziemlich gut, nur dass ich glaube, dass es einem Hamster in seinem Rad besser geht.
Trifft alles auch auf mich zu. Aber hier wird immer von Handeln geredet, gibt es denn konkrete Lösungsvorschläge? Die Tips unter “Good Bye Boreout” lesen sich ja ganz nett, gehen aber davon aus das man die freie Wahl hat. Wenn man die hätte, wäre Boreout tatsächlich kein Problem. In der Regel hat man diese Wahl aber nicht, und ein Jobwechsel kommt nicht in Frage bzw ist zu Risikoreich.
Wie kann man also Boreout bekämpfen, ohne den Arbeitsplatz wechseln zu müssen?
wo zur hölle ist euer problem, wiso schmeisst ihr euren job nicht hin und holt was neues, ich habe vor einem jahr geschmissen und jetz 4 jobs ausprobiert , aber die auch geschmissen das sie alle scheisse sind, ihr seit ein haufen feiger schweine, jammerlappen, heulsusen, machts wie ich kündet und seht dann weiter
ich fühl mich hier sehr verstanden. scheint so als wäre ich nicht alleine mit meinem täglichen frust. mir geht es so; wenn ich was zu tun habe, dann schiebe ich es vor mir her damit ich immer im hinterkopf habe, dass ich noch was vor mir habe. der gedanke GAR NICHTS zu tun zu haben macht mich unglaublich fertig.
der aspekt sich eine neue arbeit zu suchen ist sicherlich nicht zu verachten. wenn ich auch anmerken möchte, dass es nicht nötig ist die leute hier so zu beschimpfen.
ich frage mich was eure chefs dazu sagen, dass ihr nichts zu tun habt. wissen die bescheid? oder versteckt ihr das “Nichts-tun”?
bei mir ist es so, dass mein chef genau weiß, dass ich nichts bis wenig zu tun habe - was mich noch mehr fertig macht! Dass er auch noch weiß, dass ich quasi däumchen drehe und es ihm aber völlig egal ist.
ich suche auch gerade nach einer neuen arbeit, leider haben wir jedoch zur zeit eine wirtschaftslage welche die jobsuche ziemlich mager aussehen läßt!
Hallo zusammen,
ich habe heute einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Aber warum? Ganz einfach, ich habe die selben Probleme gehabt wie ihr alle. Bin vor 3 Jahren aus meiner Heimat 250 km weggezogen für den aktuellen Job. Es war ein Karriereaufstieg (zumindest auf dem Papier) Am Anfang sprich die ersten 6 Monate machte es Spaß es war genügend Arbeit vorhanden. Doch dann… pure langeweile.
Ich habe an vielen Tagen nichts aber auch gar nichts produktives für die Firma erledigt. Nach einem Jahr suchte ich das Gespräch mit der Geschäftsleitung. Ich bekam arbeiten die sonst keiner machen wollte, aber auch diese erledigte ich im Handumdrehen. Ich bin ständig Müde wirklich richtig Müde und weiß nicht warum (ich bekomme defenitv genung Schlaf). Ich vergesse sehr viele Dinge, was früher nie der Fall war. Was sollte ich also machen. Lange habe hin und her überlegt. Mein Job war sicher es war ein Job auf Lebenszeit halbwegs gut bezahlt, was will ich mehr? Das fragten mich viele. Meine Antwort: Ich will gefordert werden! Es bringt mir nichts Jahre in der Firma zu sitzen und mein Hirn verödet. Was bringt einem das? Also habe ich mich vor zwei Wochen entschlossen mal ein paar Bewerbungen zu verschicken. Jetzt habe ich eine neue Stelle. Weniger Geld, einfache Fahrtstrecke 60km (vorher 15km) bin nicht mehr der Leiter der Abteilung nur noch die Vetretung und bin in einem jungen Team alle in meiner Altersgruppe +-10 Jahre. Bin gespannt ab dem 01.01 geht es los. Scheiß auf die Kohle und kurze Anfahrt hauptsache ich werde gefordert ich bin noch zu jung um meine Zeit bis zur Rente abzusitzen. Ich rate euch dazu ändert was auch wenn es schwer fällt, aber wollt ich euer Leben lang unterfordert bleiben. Der Mut zum Arbeitgeberwechsel ist meiner Meinung nach der erste Schritt in die richtige Richtung. Es kann eigentlich nur besser werden.
TripleB genau meine worte
GENAU MEINE WORTE
Hi,
Eure Aussagen decken sich absolut mit meiner aktuellen Situation. Ich war jahrelang mit meinem Job zufrieden und hochmotiviert. Dadurch habe ich auch begonnen zusätzlich zu studieren, mich in meinem Beruf höher zu qualifizieren.
Dann, vor einem Jahr, wurde mir ein “Angebot” gemacht, eine “Karrierrechance”, ein Bürojob mit Kompetenzen und Entwicklung von Projekten für meine Berufsgruppe. Naja, hört sich ja auch toll an…..
Die Wahrheit dahinter ist, dass ich absolut sinnentleert hinter dem Computer sitze, irgendwelche Excel-Tabellen befülle, an sinnlosen Meetings teilnehme wo über Punkt und Beistrich stundenlang diskutiert wird. Aus den versprochenen Kompetenzen wurde nichts, scheitert nämlich an der unbarmherzigen Hierarchie in einem öffentlichen Großunternehmen.
So sitze ich tagein und tagaus vor diesem auf gut österreichisch gesagt “depperten” Computer und gebe brav, wie aufgetragen, Daten ein.
Es ist schlimm, absolut unter seiner Qualifikation zu arbeiten. Weiters kommt dazu, dass mich das Studium aus dieser Fadesse nicht rausreissen kann, weil ich mit dem Studium ohne Lernaufwand gut umgehen kann und somit auch hier keine Herausforderung sehe…..
Gespräche mit dem Dienstgeber und Abteilungsleiter ergaben nichts, so traf ich vor einigen Wochen die Entscheidung zu kündigen und im Ausland wieder eine Stelle in meinem erlernten Beruf anzutreten. Diese Entscheidung wirkt wie ein Befreiungsschlag, seitdem geht es mir auch wieder gut, auch wenn ich aktuell noch immer hinter dem Computer sitze und Daten eingebe, aber nur noch für 2 Monate
Darum mein Tipp, wenn es möglich ist würde ich kündigen und eine neue Herausforderung suchen. Es ist dies zwar in der heutigen Zeit etwas schwierig, aber ich denke es wird sicher genug Unternehmen geben die hochmotivierte Mitarbeiter einstellen wollen. Jedoch muss ich dazu sagen, man muss auch flexibel sein und weite Anfahrtsstrecken in Kauf nehmen oder so wie ich einen Ortswechsel vornehmen.
lg aus Österreich
Hallo zusammen,
kenne eure Situation nur zu gut. Arbeite seit 1,5 Jahren in einer neuen Firma, da ich in der vorherigen überfordert war. Habe nachts schon von der Arbeit geträumt bzw. sehr unruhig geschlafen, weil ich nicht mehr wusste, ich wie ich das alles bewältigen soll. Teilweise bin ich mit extremen Kopfschmerzen von der Arbeit nach Hause gekommen. Daraufhin habe ich mir eben einen neuen Job gesucht und. Anfangs fand ich es in der neuen Firma sehr angenehm, weniger zu tun zu haben (wohl klar nach dem ganzen Stress). Aber schon nach kurzer Zeit hat es mir keinen Spaß mehr gemacht. Die Chefs sitzen direkt um mich herum, sodass sie mich sozusagen “beobachten” können und ich muss zusehen, dass ich beschäftigt aussehe. Hatte mehrere Gespräche mit dem obersten Chef. Da hieß es nur: “Was möchten sie denn alles für Aufgaben?”, “Sie müssen keine Angst haben, dass Sie arbeitslos weden, ich habe noch so viel mit Ihnen vor!” Er hat sich das ganze aber auch wirklich nur angehört und alles blieb nur Gerede… Daraufhin bin ich zum Juniorchef. Dort hieß es nur: “Das liegt an dem Arbeitsplatz hier, da müssen Sie dann in die Verwaltung gehen und nach Arbeit fragen!” Gesagt - getan. Durfte dort aber dann auch immer nur Ablage oder irgendwelche langweiligen Arbeiten erledigen, die mich nicht zufrieden gestellt haben. Zu guter letzt bin ich zum anderen Sohn vom Chef, der da angestellt ist. Der hatte dann zumindest mal ein allgemeines Gespräch angeordnet mit den Chefs und der Verwaltung. Letztendlich kam zu meinem Aufgabengebiet nur eine einzige Aufgabe dazu, die mir am Tag - wenn überhaupt - grade mal 5 min. mehr Arbeit verschafft… Irgendwann bin ich es leid geworden, weiter nach Arbeit zu fragen und beschäftige mich eben irgendwie so weiter. Fange schon an, Bewerbungen zu schreiben. Aber der Arbeitsmarkt ist ja momentan auch nicht grad überfüllt mit Stellenangeboten. Noch dazu kommt, dass ich jetzt auch noch, durch den “Stress durch Langeweile” jedes Wochenende an starker Migräne leide. Das bringt mich langsam zur Verzweiflung… Habe sogar angefangen, nebenbei zu studieren. Nur leider hilft das momentan im Job auch nicht gegen die Langeweile…
Ich hoffe, ich kann dort bald kündigen und hoffe, dass es dann besser wird. Hoffe auch für euch, dass sich euere Situation bald ändert!
In meiner Firma (in der ich über 25 Jahre arbeite) sind mehrere 100 MitarbeiterInnen beschäftigt. Ich hatte nach entsprechenden Qualifikationen die Position eines Teamleiters erworben. Vor meinem aktuellen Job war ich über Jahre einer von 3 Mitarbeitern die direkt der Geschäftsführung unterstellt waren. Jetzt habe ich zwar noch mein Gehalt aus der frühreren Zeit, aber ich erledige derzeit Aufgaben die auch ungelernte Kollegen erledigen können. Ich trage jetzt Post aus (nicht zu vergleichen mit den Mitarbeitern der Post, deren Job ich respektiere); ca 3 bis 4 Briefe pro Tag. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden dann maschinell erfast und das war es dann. Meinen jetzigen Vorgesetzten habe ich bereits darauf angesprochen; der zeigt kein Interesse an meinem Problem. Wegen der Unterforderung wollte er mir die Bestellaufgaben für Broschüren übertragen. Lt. meinem Anwalt, den ich mittlerweile eingeschaltet habe, grenzt dieses Verhalten schon an Mobbing (es kommen noch weitere Verhaltensweisen meines Chefs mir gegenüber dazu, das ist aber hier nicht das richtige Forum). Auch ist mein Anwalt der Meinung, dass es in einem derart großen Betrieb durchaus Aufgaben gibt, die meiner Qualifikation entsprechen. Ich werde also noch das I. Quartal 2010 abwarten….
Wow, ich wusste auch nicht, dass es einen Namen für dieses Problem gibt! Klar, Unterforderung und Langeweile kennt jeder, aber Bureout ist wohl im Prinzip genauso ernst zu nehmen wie Burnout. Bei meinem neuen Job ist es zum Glück nicht so, dass ich unterfordert bin, aber bei meinem alten Arbeitgeber saß ich manchmal stundenlang herum und habe - wie oben beschrieben - noch ein wenig hier, ein wenig da am Projekt herumgebastelt, obwohl es eigentlich schon fertig war. Jetzt hab ich eine Arbeit, die mir Spaß macht, auf die ich mich freue und bei der ich mich passend gefordert fühle, also ich werde nicht zu stark unter Druck gesetzt, bekomme aber dennoch verantwortungsvolle Aufgaben zugedacht. Wie ich erfahren habe, hat man als Arbeitnehmer ja sogar das Recht auf angemessene Arbeit, also “Ihre Tätigkeit muss stets angemessen sein.”. Find ich super, dass der Chef das nicht so einfach bestimmen darf!
Bei mir war die Sache noch etwas anders und ich habe schließlich gekündigt. Ich hatte keine Langeweile, weil ich nix zu tun hatte, sondern ich hatte mehr als genug an Aufgaben zu erledigen, die mich aber alle komplett unterfordert haben. Was wiederum Langeweile beim “Abarbeiten” verursacht hat. Interessant an der Sache ist, dass man dadurch wirklich antriebslos wird und es sich in das Privatleben hineinzieht. Auch dort wurde ich immer antriebsloser und jeder kleine Handgriff war schon zuviel. Ich war völlig unzufrieden, hatte nicht das Gefühl im Job wirklich was zu leisten, andererseits hatte ich ständig eine lange ToDo-Liste, der Sachen, die ich noch machen musste, im Hinterkopf und fühlte mich richtig abgehetzt. Früh aufstehen war eine absolute Qual und ich habe mich immer energieloser gefühlt. Auch Gedanken an eine recht gute Bezahlung und einen sicheren Job konnten die negativen Seiten irgendwann nicht mehr aufwiegen. Ich habe erkannt, dass ich komplett unterfordert und andererseits vom Pensum her überlastet war. Gespräche mit meiner Vorgesetzten haben nix gebracht, ich hatte sogar das Gefühl, dass sie es absichtlich so macht. Ich habe mich trotz der schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt entschlossen zu kündigen. Meinen ersten Energieschub hatte ich schon allein durch den Entschluss, der nächste kam mit meiner Kündigung. Ich habe mich immer befreiter und motivierter gefühlt. Jetzt habe ich einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und hoffe, dass es diesmal besser passt und ich gefordert und gefördert werde, auf jeden Fall bin ich hochmotiviert. Ich kann allen nur raten, wenn es euch irgendwie möglich ist, solche Arbeitsverhältnisse zu kündigen. Schon allein die passive Rolle zu verlassen und sein Leben in die Hand zu nehmen, zu “steuern”, bringt ungeahnte Energien zurück, die man gar nicht mehr für möglich gehalten hat!!!!
@workinggirl: Absolut, es zerrt am Privatleben. Eine Kündigung von eigener Seite wird umungänglich.
Ich finde, es ist eine schleichender Prozess. Vor knapp 4 Jahren meine Lehre abgeschlossen und ab diesem Zeitpunkt ging es bergab. Es begann mit einfachen Fehlern. Echte Erklärungen dafür gab es von meiner Seite aus kaum. Es war die rede von Vergesslichkeit bis Desinstresse an der Arbeit. Fristen wurden gesetzt um Druck auszuüben, mehr Leistung zu bringen. Ein Zufall brachte mich auf das Problem. Ich hatte noch Zivildienst zu leisten. Ein paar wenige Monaten nur, ganz egal. Es gab Zeit zum reagieren. Die Gespräche zur aufnahme waren durchwegs Positiv, auch für einem selbst. Von diesem Zeitpunkt an ging es schnell. Kündigung eingereicht, etliche Bewerbungen immer und immer wieder neu geschrieben, Stellenzusage erhalten.
Ich denke, es ist ganz wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Sich die Frage zu stellen, stimmt es für mich.
Wegbewerben ist ja schön und recht; das Problem an der Sache ist “nur”: die Jobs liegen ja (gerade jetzt) nicht gerade auf der Straße, schon gar nicht diejenigen für Höherqualifizierte. Und einen sicheren Job mit sicherem Gehalt einfach hinzuschmeißen ist doch auch Irrsinn - von irgendwas muss man ja schließlich leben, die Miete zahlen, etc.!
Was ich besonders tragisch finde: Die Chefs (meiner auch) reagieren überhaupt nicht! Man sagt ihnen klar und deutlich, was Sache ist - und nix passiert!? Hat man nicht etwa ein Recht auf (angemessene) Arbeit oder sowas?
hab das gleiche problem. gibt es hier leute, die bereits gewechselt haben und schon etwas laenger im neuen job sind? welche mechanismen fuehren zu dem problem? was kann ich persoenlich dagegen tun. (die strategien in obigem text sind m.M. keine konkreten handlungsanweisungen. sorry fuer die kleinschreibung aber ich tipple das vom smartphone, damit es unserer it nicht auffaellt:-)
hallo,
mir geht es ähnlich wie oben beschrieben. ich fühle mich total unterfordert an meiner arbeit. meine ziele übertreffe ich jedes jahr. das ist langweilig. das einzige, was mich noch ein bisschen reizt, ist zu versuchen, die beste zu sein.
neue aufgaben kriege ich nicht, da das bei uns so doll organisiert ist, dass das nicht so einfach geht. niemand sieht, dass ich viel mehr könnte und es interessiert auch keinen. das einzige, was mich an dem unternehmen hält, sind ein paar wenige personen, die mir sehr wichtig sind und die hoffnung, dass irgendwann doch mal jmd mehr in mir sieht als jmd für das langweilige immer gleich bleibende operative geschäft.
würde ich mich nicht privat weiterbilden, hätte ich das gefühl irgendwann völlig zu verblöden.
Hallo,
wie gut ich euch doch verstehe. Ich habe meine Ausbildung im Verkauf (Bäckerei), 2005 angefangen und bin seit Oktober 2007 Filialleiterin.
Hört sich soweit gut an, als Azubi ne eigene Filiale und so.
Nur habe ich keine Kollegen um mich, bin immer alleine, mache Tag für Tag das gleiche, die Aufgaben, dich ich zu erledigen haben, kann ich alle an einem Tag lösen und mir ist noch langweilig und dann bleiben noch weitere fünf Tage übrig.
Das, was ich jetzt tue, ist nicht das, was ich gelernt haben. Ich hatte Kollegen, immer etwas zu tun und manchmal mehr Stress als mir lieb war.
Und jetzt bin ich dauer müde habe keine Lust auf nichts und bin immer schnell auf 180.
An einen Jobwechsel dachte ich schon.
PUSTEKUCHEN. Find mal was war meine Erkenntnis, also hatte ich schnell keine Lust mehr noch weiter zu suchen.
Jetzt habe ich seit einer Woche ein Nervöses Augenzucken, dass zum Glück nicht auffällt, ich merke es nur und es stört total.
Was soll ich machen, für ein Hobby habe ich keine Lust mehr, ich bin am 13.30 Daheim (Arbeitszeit MO-SA von 6-13.15) und alle anderen sind bis mindestens 16 Uhr auf Arbeit. Also kann ich auch zu keinem sagen: “Hey komm wir geghn mal dahin oder machen mal das!”
Ist doch mehr geworden als gedacxht, aber das musste mal sein, weil mich keiner versteht.
Hallo,
für mich persönlich erschreckend wie viele Aspekte mit meiner täglichen Praxis übereinstimmen.
Ich bin bei einem großen deutschen Unternehmen als Dualer Student beschäftigt, d.h. ich habe Studienzeiten an einer Fachhochschule und immer wieder auch betriebliche Praxiseinsätze (derzeit der längste Praxiseinsatz von Januar bis Mai).
Ich bin mir dessen bewusst das man als Azubi im ersten Jahr mit Sicherheit keine Aufgaben mit großer Verantwortung erhällt und außerdem bin ich mir nicht zu schade viele kleine Tätigkeiten zu machen die andere Kollegen nicht machen würden. Doch auch bei mir herrscht das Problem das ich, bei wohlbemerkt 7 Stunden Pflichtarbeitszeit am Tag, nicht einmal genug kleine Aufgaben zusammen bekomme.
Mangels des Aufgabendrucks stagniert natürlich auch mein betrieblicher Lernerfolg. Meinen Chef (der mir im Büro gegenüber sitzt) habe ich des öfteren darauf hingewiesen, dass ich bereit bin mich voll ins Team einzubringen. Nach diesen Gesprächen war die Euphorie für ein paar Tage auch ganz groß und teoretisch sei das ja kein Problem mir Aufgaben zu geben, ich müsse nur Kollegen ansprechen. Das Problem ist nur, keiner fühlt sich verantwortlich mich nur ansatweiße in eine Thematik einzuarbeiten sodass ich in Zukunft ganze kleine Projekte selbst bewälltigen könnte.
Mangelnde Motivation auch schwierige Aufgaben in Angriff zu nehmen herrscht nicht bei mir, denn ich merke selber an Tagen wo ich etwas zutun habe wie schnell 7 Stunden (+ Überstunden) vorbei sein können wenn man eine Aufgabe hat an der man basteln kann.
Abgesehen davon habe ich auch schon des öfteren ein schlechtes Gewissen gehabt wenn man bedenkt das das Unternehmen für mich einen 5 stelligen Betrag alleine für das Studium investiert (Ausbildungsgehalt nicht mit berücksichtigt), dass ich derzeit dafür zu wenig im Betrieb leiste. Andererseits bin ich am Anfang meiner betrieblichen Ausbildung die wiederum sehr wenig Überschneidungen mit dem Studium hat, steht mir deshalb nicht das Recht zu auch dort angeleitet zu werden indem ich in das Tagesgeschäft integriert werde.
Bin kein Typ der aufgibt und hab die Hoffnung noch lange nicht verloren. Nur merke ich das die Problematik “Boreout” langsam an meiner Motivation nagt und ich meine berufliche Entwicklung langfristig gefährdet sehe.
Alles gute an alle, nicht den Kopf hängen lassen!
Mein Freund meinte heute morgen zu mir, ich sähe nach Boreout aus… Hatte bis dato nie was davon gehört, da ich mal wieder kaum was zu tun habe, bin ich mal googlen gegangen. Und er hatte recht, passt wie die Faust aufs Auge. Nur bei mir war es mal anders. Wir hatten Projekte, viel zu tun und es gab teilweise 40 Überstunden im Monat. Damit hatte ich null probleme. Dann kam die Nachricht, dass unser Mutterkonzern aufgekauft wird. Seitdem gibt es immer weniger zu tun. Trotz Stellenabbau und einigen Mutterschaftsabwesenheiten sind die arbeiten gut zu schaffen. Es gibt einfach keine neuen Projekte mehr. Dann habe ich mich präventiv auf dem Arbeitsmarkt umgeschaut. Tja. die Anforderungen haben sich da etwas verändert. Also fange ich im April eine Fortbildung an. Die zahlt meine Firma, nur darf ich dafür ein Jahr nicht kündigen, bin also sozusagen hier gefangen
Der öffentliche Dienst in Berlin ist der schlimmste Übeltäter!
Der Stellepool (ZeP) macht es möglich! Wes’ Geistes Kind der Erfinder des Stellenpools, Dr. Thilo Sarrazin ist, ist bekannt.
Meine Arbeit besteht darin:
Täglich hunderte Beihilfeanträge “erfassen”:
1. eine achtstellige Personalnummer eingeben
2. das Datumn des Antrages eingeben
3. die Summe der Aufwendungen (Arztrechnungen) aus dem Antrag abschreiben.
4. die Entertaste drücken
Bin auch im öffentlichen Dienst beschäftigt und langweile mich zu Tode. Die Arbeit ist mehr als nur anspruchslos, das könnte jeder Beliebige von der Straße machen. Meine Aufgabe besteht im Prinzip nur aus
1. Rauskopieren aus einem Word-Dokument ins andere rein und abspeichern
2. Stundenlang am Kopierer stehen und kopieren.
Ich merke schon, wie mir die Energie fehlt. Es fällt mir immer schwerer, mich aus diesem Loch zu ziehen. Mein Hirn wird schon lange nicht mehr gefordert.
Ich habe eigentlich schon vor drei Jahren gemerkt, dass der öffentliche Dienst nicht das richtige ist. Und hab deswegen eine zweite Ausbildung gemacht. Aber leider fand ich keine Stellen. Deswegen dachte, zurück zur Stadt. Nur um des Geldes willen. Doch jetzt merke ich, dass ich das nicht mehr länger durchhalten kann.
Die Chefin weiß, dass meine Kollegen und ich nichts zu tun haben. Aber sie freut es. Denn sie hat ja auch nichts zu tun. Ich denke, irgendwann werde ich aggressiv. Noch kann ich dieses Gefühl sehr gut einsperren, aber so wie ich mich kenne, wird sich das schnell ändern.
Da hilft wohl nur eins in meinem Fall. Entweder weiter studieren, (die Möglichkeit hätte ich) oder kündigen und in meinem zweiten Ausbildungsberuf etwas suchen.
Hallo,
nach nun 2 Monaten Psycho-Krieg gegen mich selbst weiss ich glaube nun, was ich habe. Angefangen haben die Symptome mit einem Artikel über Bore out. Vielleicht hab ichs nun begriffen und Sie enden irgendwann, wenn möglich bald. Bin dabei mir eine neue Stelle zu suchen, insofern ich es kann/schaffe. Denn Depressionen und Panikattacken bestimmen nun mein Leben durch diesen Scheiss.
Bin mit 23 Jahren in die Schweiz gezogen (aus Deutschland). Nun bin ich fast 25. Ich kannte in DE immer nur permanenten Stress im Job (Drucker) und in meinem Technikerstudium. Immer nur Vollgas geben, beruflich, schulisch, privat. Hier ist alles anders. Anlernen war noch ok, denn ich hatte eine Herausforderung. Doch mit der Zeit wurde es immer langweiliger. Ich erledigte Aufgaben für die mein Kollege 2 Tage braucht in 2-3 Stunden. Irgendwann fing ich an und mich zu fragen, weshalb ich mir nicht auch einfach 2 Tage Zeit lasse dafür, denn schliesslich verdiene ich nicht mehr wie er. Warum sollte ich dies dann schneller machen. Mit der Zeit wurde ich immer fouler. Doch auch wenn es neue Herausforderungen gab, wollte ich diese irgendwann auch nicht mehr annehmen. Warum auch, Geld gibt es so oder so. Habe auch mal mit meinem Chef darüber gesprochen, dass ich kontinuierlich etwas mehr gefordert werden wollte. Jedoch bekam ich zu hören, dass ich noch in einer Entwicklungsphase bin, man mir alle Zeit der Welt gäbe, die ich bräuchte und man nichts überstürzen sollte. Wohl nicht die erhoffte Antwort… Oftmals wünschte ich mir schon mich einfach zu kündigen, damit ich es hinter mir habe!
Nun aber genug erzählt, obwohl bin ja auf der Arbeit :-). Ich hoffe ich finde einen neuen Job in dem ich gefordert bin, in meiner Heimat, wo ich auch privat nicht in Langeweile und permanentem Partydrang versinke.
Vielleicht ging es so manchem ähnlich?
Es klingt für Aussenstehende lächerlich, aber wem es ähnlich ergeht, ich wünsch auch alles Gute und viel Kraft, dem Teufelskreis zu entkommen. Wenn ihr anfangt wie ich, Bewerbungen auf dem eigenen Laptop im Grossraumbüro auf Arbeit zu schreiben, zieht effektiv die Notbremse :-).
Gruss
ich kenne boreout schon länger, herzerfrischend, dass es diesen blog gibt! stress und burnout sind gesellschaftsfähig, das gegenteil davon ist leider tabu. habe den urfaden fulltime-bürojob (vom arbeitsmarktservice vermittelt), 8h/tag stumpfsinnig vor dem computer sitzen, ab und zu telefon abheben, ab und zu zum kopierer gehen, nur in der mittagspause gehe ich einsam aus dem haus raus und drehe eine runde. es gibt keine ansprache für mich, die meisten bürokolleginnen haben nicht meine interessen und mein niveau, die haben bürolehre und unterhalten sich über ihre kinder, während ich ein paar jahre studiert habe und am liebsten über politik rede. nach der arbeit bin ich total frustriert und verkrieche mich zu hause vor dem fernseher. habe mich in der firma für einen internen lehrgang angemeldet um wegzukommen und aufzusteigen, den lehrgang bekomme ich nicht. es gibt keine personalpolitik in der firma, die vorgesetzten sind multifunktionärInnen und kümmern sich nicht um uns, talente werden nicht gefördert, das passende parteibuch ist wichtiger (aber das lege ich mir sicher nicht zu, weil es nicht meiner politischen richtung entspricht).
innerlich habe ich sicher schon gekündigt, der schritt zur umsetzung ist schwierig, man weiß ja nicht, was danach kommt, und das gehalt kann man als alleinerhalterin ja doch brauchen.
hey, gibt es keine selbsthilfegruppe gegen boreout? wir sollten eine gründen!
Dasselbe wie bei Netty gibts bei mir.
Stressiges kompaktes Studium, das mir eigentlich die Tür zu einem anspruchsvollen und herausforderndem Job öffnen sollte. Tja Finanzkrise, die Jobsuche letztes Jahr nach dem Studium war eine Katastrophe. Trotz gutem Abschluss und Nebentätigkeiten während des Studiums nichts. Über 120 geschriebene Bewerbungen, nichts. Dann ein Hoffnungsschimmer über Hochschulbeziehungen ein Jobangebot. Mit Erfolg.
Und jetzt arbeite ich in einem Geschäftsbereich der im Prinzip für die Firma nichts mehr wert ist. Darum kümmert sich die Geschäftsführung nicht darum. Mein Chef, der Geschäftsbereichsleiter, ist unzuverlässig, hält mich für zu jung und traut mir nichts zu. Habe ihn schon 3 (!) mal auch sehr direkt damit konfrontiert, dass ich unterfordert bin und mehr zu tun haben möchte. Nichts passiert. Für mich ist das traurig. Ich könnte so viel leisten, habe meiner Meinung nach Potential.
Alle Strategien habe ich seit einem halben Jahr praktiziert. Das jetzt zu lesen macht Angst aber beruhigt auch ein wenig. Mittlerweile fange ich an mir an meinem Arbeitsplatz eine Programmiersprache anzueignen, ist als eigentlicher BWL-er bestimmt sinnvoll. Heute hatte ich viel zu tun. 2 E-Mails mussten beantwortet werden und bestimmt musste ich einmal ans Telefon gehen. Ich hoffe die Ironie in diesen Sätzen ist deutlich.
Habe seit 3 Wochen angefangen, wieder Bewerbungen zu schreiben, ich muss einfach weg hier. Das stresst und bedrückt mich so sehr, hoffe nur das versaut mich nicht für zukünftige Stellen.
Ah ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich mittlerweile Meister im Minesweeper spielen bin.. Sobald ich einen neuen Job habe, kündige ich und empfehle meinem Chef die Stelle auf 400 € - Basis auszuschreiben. Unglaublich wie ich fürs Nichtstun ein Einstiegsgehalt bekommen kann, das auch noch über dem Durchschnitt liegt. Und das es Firmen gibt, die sich so etwas in der heutigen Zeit leisten können. Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass ich nicht der Einzige in der Firma bin.
hallo zusammen,
ich bin gärtnerin in einem kleinen gartencenter. und tierisch gelangweilt.
jeden tag das gleiche.
nciht nur das täglich für mich die gleichen arbeiten anfallen, sondern es wird auch nichts dafür getan, dass mal mehr zu tun ist. keine werbung, keine aktionen, nicht mal ansatzweise stress…
zudem bin ich seit kurzem gartenbautechnikerin und hab gelernt wie man einen laden zum laufen bringt. aber keine meiner ideen finden anklang.
ich bin bereits dabei mich anderweitig zu bewerben, ich hatte ein gespräch für eine für mich total interessante, weil für den potentiellen neuen abreitgeber fast unlösbare aufgabe, bekam aber eine absage wegen “überqualifikation” (nicht zu hohes gehalt sondern einfach aus genau dem grund!). na da guckt man erstmal dumm aus der wäsche sag ich euch…
ich hoffe es gibt bald was neues für mich, aber wie bei vielen von euch sind neue stellen rar gesät.
durchhalten, bald ist wieder wochenende…
gruss, motte
Hallo!
Wie gut ich das alles verstehen kann. Eure Berichte geben haargenau meine Situation wieder. Ich habe maximal 1-2 Stunden am Tag was zu tun, nur manchmal kommen alle auf einmal und dann schafft man die Dinge gar nicht, die alle anfallen.
Ich bin jetzt 2 1/2 Jahre in diesem Job, war vorher selbstständig mit jede Menge Spaß am Job. Leider gab es dann nicht mehr genügend Aufträge, ich konnte davon nicht mehr leben. Jetzt ist das GEhalt ok, aber ich langweile mich schrecklich und mir fallen auch nicht mehr so viele private Dinge ein, die ich tun könnte. Ich surfe schon die meiste Zeit im Internet, ödet mich aber langsam auch an.
Mit dem Bewerben ist das so eine Sache, habe nach meiner Selbstständigkeit jede Menge Bewerbungen geschrieben, nur Absagen bekommen. Ich bin jetzt 47 Jahre alt, da ist es sehr schwierig, nochmal was Neues zu finden und auf das Gehalt bin ich angewiesen, weil wir zu zweit davon leben müssen. Diesen Job habe ich auch nur über Zeitarbeit bekommen, habe 6 Monate praktisch nur von der Hand in den Mund gelebt, hat vom Gehalt her hinten und vorne nicht gereicht.
Mit dem Chef reden ist gut. Was mache ich, wenn er dann sagt, dass wir die Stelle dann auf halbtags reduzieren (was ohne Probleme möglich wäre)? Von einem Halbtagsgehalt kann ich (bzw. wir ) nicht leben.
Inzwischen habe ich aber auch alle möglichen Symptome: Ständige Antriebslosigkeit, auch im Privatleben, ständige Müdigkeit bis hin zur völligen Erschöpfung (nur wovon???), Magenprobleme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme. Langsam habe ich genug. Ich will mal wieder richtig gefordert werden! Nach Arbeit bei den Abteilungsleitern und Kollegen habe ich schon oft gefragt, da gibt es einfach nichts, oder nur stundenlang kopieren. Ist ja auch ok, Hauptsache überhaupt was zu tun. Aber auf Dauer ist das nichts.
daumen drücken…hab ein licht am ende des tunnels!
Hallo,
gut, dass es diese Seite gibt. Konnte mich mit dem Geschriebenen wirklich identifizieren. Mir ist aber eine Sache an mir aufgefallen, seit ich “ausgelangweilt” bin, die mir so gar nicht gefällt, mich sogar sehr beunruhigt. Seit der Langeweile, die sich auch in mein Privatleben zieht, bin ich auch sehr aggressiv geworden, sehr schnell gereizt, Menschen nerven mich, die mich vorher nicht einmal im Ansatz genervt haben. Wenn ich morgens das Büro betrete, würde ich statt einem “Guten Morgen” lieber ein “leckt mich doch alle” brüllen, obwohl die Kollegen an und für sich wirklich nicht schlecht sind.
Ist diese übermäßige Gereiztheit, diese fast schon für mein Temperament ungewöhnliche Aggression Teil des Boreouts oder muss ich mir langsam wirklich Sorgen machen?
Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht.
Für eine Antwort sehr dankbar,
Miss Rain
huhu miss rain,
sowas musst ich auch schon bei mir feststellen, manchmal würd ich gern mitarbeiter ohrfeigen, für noppes! zuhause hab ich meist schlechte laune, aber die aggression is nich ganz so gross.
gruss motte
Hallo Motte,
stimmt, kaum ist man zuhause, fühlt man sich besser. Ich habe seitdem einfach gerne meine absolute Ruhe, zuviele Leute auf einen Haufen machen mich sauer, auch in den öffentlichen Verkehrsmittel. Alles zu laut, zu nah. War vorher nicht so.
Bei Dir auch so?
Grüße,
Miss Rain
huhu miss rain,
ich merks speziell im auto, ich flipp viel häufiger aus;)
Kenn’ ich auch gut! Fühle mich von allem und jedem völlig gestresst - was ja eigentlich totaler Blödsinn ist, weil ich de facto gar keinen Stress habe!
Merke sogar, dass ich im privaten Umfeld bisweilen zu schimpfen anfange, wo doch überhaupt keiner was dafür kann! Echt übel. Was kann man dagegen tun? Wenn ein neuer Job überhaupt gar nicht in Aussicht ist?
haha, ich komme aus dem urlaub zurück und habe einige mails mit ähnlichem wortlaut:
hallo [vorname], bevor ich in den urlaub fahre möchte ich dich auf folgende offenen punkte der fehlermöglichkeitenanalyse hinweisen. dann folgen idr. fünf punkte, zwei davon sind sinnlos und hätten mit einem blick ins tabellenbuch erledigt werden können. von weiteren zweien habe ich noch nie etwas gehört und mit einem einzigen satz sind sie auch nicht genügend beschrieben. ein weiterer punkt würde ein halbes jahr sinnlose arbeit bedeuten. alles ohne prio oder termin. direkt danach eine mail von meinem gruppenleiter: er hat sich wohl mit photoshop beschäftigt und zeigt nun stolz seine ersten werke. wenn ihr mich nun fragt, bei welcher firma ich bin: a major one:-)
Ich kann das alles eigentlich nur noch unterstreichen. Ich arbeite bei einem Top-Arbeitgeber, sogar unter den ersten 3 in Deutschland. Was hier das Problem ist: Es sind nur noch Akademiker etwas wert. Ich habe Informatikkauffrau gelernt, bin seit 2008 fertig und hatte danach keine sinnvollen Aufgaben. Jetzt bin ich Sekretärin!!! Und ich kann langsam echt nicht mehr. Letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch auf eine Sachbearbeiterstelle und nun kam die Aussage des Chefs dort, dass er das Gefühl hat, ich würde an dem Job früher oder später die Motivation verlieren!! Dazu muss ich noch sagen, dass ich nebenher das Fachabitur gemacht habe, sprich ich könnte sofort studieren gehen. Es geht aber noch nicht, da ich auf das elternunabhängige Bafög warten muss, dass 3 Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung erfordert. Und eben dieser Chef meinte auch, er hätte Angst, dass ich dann studieren gehe, da ich ja Potenzial habe! Natürlich konnte ich dem nicht sagen, dass ich das so oder so vorhabe. Im Endeffekt geht es auch nur noch um ein Jahr nichts tun. Aber ich habe sooo Angst, in die Depression abzurutschen und dann die Kraft fürs Studium nicht mehr zu haben! Ich bin teilweise auch schon richtig lustlos, lasse manche Sachen einfach liegen, weil es so anspruchslos ist und wenn es nicht gemacht wird, ist es auch nicht soo schlimm. Ich weiß nicht mehr weiter. Nur noch eins: So geht es auf jeden Fall nicht mehr!
Hallo Zusammen!
Tut das gut, das zu lesen. Ich leide seit fast 2 Jahren. Ich habe vorher in der Privatwirtschaft gearbeitet und einen Job für 3 Leute zusammen gemacht, nun arbeite ich in einem Staatsbetrieb und verdiene sogar mehr Geld, aber es ist wirklich schlimm, herumsitzen zu müssen. Ich habe schon etliche Male mit dem Vorgesetzten gepsrochen und um mehr Arbeit gebettelt. Aber ich bekomme nicht mehr. Und wenn, dann so Beschäftigungsarbeit. Ich bin total unterfordert. Andererseits habe ich Angst, eine “solide” Stelle (Kündigungsschutz) zu verlieren. Aber so geht es nicht weiter.
Den ganzen Tag surfe ich herum, plane Ferien etc, wenn jemand ins Büro kommt, wechsle ich das Desktop Fenster, ich erledige die wenige Arbeit, die ich habe, meistens irgendwann am Tage sehr schnell innerhalb 1-2 Stunden, weil ich total unmotiviert bin. Ich bin ständig müde, in letzter Zeit schwer depressiv. Ich hatte früher häufige Jobwechsel und deshalb möchte ich nicht einfach so wieder wechseln. Es ist eine sehr schwierige Situation für mich:(
PS: ich bin auch innerlich unruhig, gestresst, auch wenn ich nach Hause komme nervös, blockiert und die Leute um mich herum in den öv’s nerven mich. Mag nicht mehr an Plätzen mit vielen Menschnen gehen.
So denn, ich nochmal. Ja das Gereizt-sein kenn ich auch, denke mal das ist Teil davon. Da können glaube ich sehr viele Symptome auftreten, je nachdem wie die jeweilige Psyche auch reagiert. Hatte sogar kurzzeitig Herz-Rhythmus-Störungen. Mein Arzt meinte die sind ungefährlich und das ist psychisch bedingt.
Habe ihm dann von meinem Problem erzählt und er wollte mich krankschreiben. Klingt verlockend, aber für mich irgendwie auch keine Lösung. Dann sitze ich zu Hause rum.. Wow!
Also habe ich mal wieder ein Personalgespräch mit meinem Chef geführt und direkt gesagt “Ich habe zu wenig zu tun und bin unterfordert.” Daraufhin schwafelte er mal wieder etwas rum, betonte, dass er ja viel zu tun hätte und gab mir 2 neue Aufgaben. Habe gleich im Kopf überschlagen wie viel Zeit diese Aufgaben in Anspruch nehmen werden.. ca. 2 Wochen. Dann meint er, ich würde Zeit bis Oktober (!) dafür bekommen.
Zusätzlich bin ich befördert worden, habe Personalverantwortung für 2 Mitarbeiter bekommen. Leider verschafft mir das nicht mehr Arbeit, die 2 Mitarbeiter kommen schon seit einem halben Jahr mit ihren Problemen immer mal wieder zu mir. Lediglich der Job-Titel ist jetzt offiziell, also nur Formsache.
Und als er mir dann auch noch eine Gehaltserhöhung angeboten hat, dachte ich: “Entweder ich fall gleich vom Stuhl vor Lachen, oder ich breche in Tränen aus”. Einfach unglaublich. Mittlerweile habe ich schon wieder 50 Bewerbungen geschrieben. Etwa die Hälfte sind bereits abgesagt. Naja.. weiter hoffen..
Grüße an alle Leidensgenossen.
Mir geht es etwas anders als hier beschrieben. Nur hat meine Langeweile schlimmere Folgen. Ich arbeite als Aushilfe in einer Redaktion und kann mir meine Arbeitszeiten selber einteilen, also z.B. auch Sonntags Nacht wenns mir so beliebt.
Ich arbeite ständig an anderen Projekten, doch langweilen mich diese nach ein paar Stunden (Stunden im Gesamten, nicht an einem Tag). Ich denke es kommt daher, dass ich nach kurzer Zeit merke “ja, ist doch leicht zu meistern meine Aufgabe” im diesem Moment verfall ich in Routine mit der Aufgabe. Nach zwei Stunden habe ich keine Lust mehr und danach wird es immer schwieriger mit der Arbeit fortzufahren, da ich mich kaum motivieren kann.
Juhuu, da kommt echt Freude auf: Komme gerade aus einem 1,5-wöchigen Urlaub. Das Postfach und die Mailbox sind übervoll - aber nur “Müll” drin! Alles irgendwelches, bescheuertes, komplett sinn- und anspruchsloses Zeugs, das eigentlich jede Sekretärin in Nullkommanix erledigen könnte. Für was hab ich eigentlich studiert?
Und der Chef ist natürlich mal wieder nicht da. Hab langsam das Gefühl, dass er mir (seit unserem “Problemgespräch” vor einiger Zeit, nachdem sich übrigens - ähnlich wie bei Glad - nix wirklich geändert hat) direkt aus dem Weg geht!? Seufz… Soll ich mir etwa Zeitschriften und Romane mit ins Büro nehmen, oder wie? Was, wenn ich dann “erwischt” werde?
@Susilein: Oh das kann ich soo gut nachvollziehen mit den E-Mails. Da ist man extra eine Weile weg und freut sich auf liegengebliebene Arbeit und dann? Nichts.. Zeitschriften und Romane wären echt nicht schlecht, aber das geht ja auch nicht so einfach da hast du recht, frustrierend..
Manchmal setze ich mich für eine Stunde ins Auto auf dem Parkplatz zum Radio hören. Merkt ja sowieso keiner das ich weg bin bzw. aus welchem Grund. Ein schickes neues Handy oder Mediaplayer wäre eine nette Ablenkung zum Filme oder Serien schauen..
Allerdings fürs Büro natürlich keine Option.
Werde nächste Woche mal zu meinem Hausarzt gehen und nach Hilfe fragen. Kein Krankschreiben, ist ja nur eine kurzfristige Flucht, so wie Urlaub. Vielleicht helfen ja ein paar Stunden therapeutische Sitzungen in der Woche. Einfach nur zum Tipps holen, wie ich mit dem Stress, der ja eigentlich keiner ist besser zurecht komme, um die körperlichen Symptome zu lindern. Und natürlich mein Umfeld zu schonen. Gereizt sein iss ja auch keine Lösung.
Und dann hoffen, dass in nächster Zeit mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch reinflattert und die Zusage hinterher. Oh wäre das schön ;)! Ich freue mich auf Tag X.
Durchhalten und so aktiv wie möglich werden! Ich glaube, sobald man in eine Art Lustlosigkeit verfällt und aus Verzweiflung den Kopf in den Sand steckt, wird es sehr schnell immer schlechter.
Grüße
Glad
Hallo zusammen
Per Zufall und aus Langeweile der Arbeit bin ich auf diese Seite gestossen und überrascht, dass es soviele Menschen gibt, die in der gleichen Situation sind wie ich. Seit vier Monaten habe ich nun meinen Job - und seit mind. drei Monaten, also seit der Einarbeitungszeit, nicht mehr wirklich was zu tun. Einfach nur mühsam. Und mühsam sind auch die wenigen kleinen Arbeiten die ich in dieser Zeit bekommen habe. Schön, dass man mir etwas abgeben will, aber zum einen sind es einfach Sisifusarbeiten und zum anderen meist auch innerhalb einer Halbenstunde erledigt.
Bin mir seit längerem am überlegen zu künden, aber möchte nicht wieder Arbeitslos sein, da das ja nicht wirklich besser ist. Wie geht ihr damit um? Würde mich interessieren, was ihr für Strategien habt.
Gruss
Andi
Hallo Andi!
Aber halbes Leid ist geteiltes Leid. Ich bin seine Bürokollegin und stecke in der selben Misere. Manchmal schiebe ich richtige aggressions Anfälle, bin müde, habe für nix und null Motivation. Dann heisst es immer - ihr müsste geduld haben -kommt schon nocht. Aber wie lange noch?
Ich bin auch gespannt auf Eure Strategien.
Das ist ja mal kurios, zwei im selben Büro ;). Naja sorry, witzig ist das ja nicht.
Da scheint ja ne Menge bei euch schief zu laufen in der Firma. Immer wieder erstaunlich, wenn man mal die Kriesenzeit bedenkt.
Wir könnten doch alle gemeinsam ‘ne Firma aufmachen, so Ă la “Frust- Beratung für Boreout- Fälle”! Wie wär’ das?
(Haha, wenigstens trag ich’s noch mit Humor…)
Wäre vielleicht wirklich nicht das Schlechteste

Wow, bin überrascht wie viele Einträge sich seit meinem letzten Besuch hier angesammelt haben. Es scheint wirklich trotz Krisenzeiten ein sehr aktuelles Problem zu sein. Vielleicht auch grad deswegen, jeder hat Angst und hält an seinem Job fest, weil er einen ja immerhin füttert. Aber irgendwie verhungert die Seele dabei. Und von der Lebensqualität gar nicht zu sprechen. Das mit den Therapiestunden ist eine gute Idee, Glad.
Weil da der Bore-out noch relativ unbekannt und gesellschaftlich bestimmt nicht wirklich der Hit ist, hat man auch Mühe von Menschen, die das nicht kennen, verstanden zu werden. Beim Burn-out stößt man auf Verständnis, schließlich gibt man ja sein letzes Hemd für die Arbeit und reisst sich den Hintern auf, braver braver Arbeitnehmer. Aber dass man an den Symptomen des Bore-out genauso zu knabbern hat, ist für viele unverständlich. “Wieso, du hast doch keinen Stress, Du kannst Dich doch echt nicht beschweren”. Doch kann ich. Yes we can
Ich drücke Euch allen die Daumen, dass ihr den Mut habt, Eure Situation zu verbessern, die man echt nicht unterschätzen sollte.
Das wär mal eine kreative Idee, Susilein. Oder wir gründen Selbsthilfegruppen. Bereits um neun hatte ich wieder alle Arbeiten erledigt. Nächste Woche scheint es ein wenig besser zu sein… aber was danach kommt??? Man weiss es nicht.
hatte ich erwähnt, dass meine stelle inzwischen schon nur ne halbe stelle ist und ich mich immer noch zu tode langweile??? und zwar weil man vom anspruch her die halbe stelle nochmal halbieren könnte!!!
ich warte jetz seit sieben wochen auf ne antwort von nem bewerbungsgespräch. hab da schon dreimal angerufen und jedes mal hiess es man wüsste nix genaues ausser das absagen schon raus seien…
bald weiss ich echt nich mehr weiter…und zu all der freizeit hab ich bald sogar urlaub! könnt mich totlachen…
hi an alle!
als ratschlag würde ich allen betroffenen sagen, wenn sich trotz aller bemühungen (z. b. gespräch mit vorgesetzten) nichts an der quälenden situation ändert, sollte man schleunigst den job aufgeben, alles andere ist sado-masochismus. und eine firma, die es sich leisten kann, engagierte mitarbeiterInnen dahin vegetieren zu lassen, ist den einsatz nicht wert.
wir verbringen einen großteil des tages in der arbeit und das einen großteil des lebens, dafür haben wir das recht eine arbeit zu haben, die uns ausfüllt und befriedigt, wenn das eine firma nicht bieten kann - und tschüss! das gerede der anderen von wegen “aber in zeiten wie diesen braucht man einen job” ist keine hilfe, es geht um unsere lebensqualität und letztendlich auch die von unserer sozialen umgebung, und das kann kein geld aufwiegen.
wer die möglichkeit hat, kann ja während der arbeit job suchen oder bewerbungsschreiben tüfteln (keine bew. vom beruflichen mail-account abschicken!) und versuchen, was neues zu ergattern. man sollte auch bildungskarenz oder eine freistellung erwägen (in österreich gibt es dafür finanzielle unterstützungen vom arbeitsmarktservice). wenn das alles nicht geht, sollte man sich auch ohne job verabschieden, dann hat man wenigstens die chance, das eigene schicksal selbst in die hand zu nehmen und es sich nicht von irgendwelchen unerträglichen arbeitsumständen vermiesen zu lassen.
außerdem gebe ich vielen von euch recht: es braucht eine beratungsstelle gegen boreout, und es läuft wirklich in vielen betrieben einiges schief.
Hallo zusammen,
Danke dir Mary, für die aufmunternden Worte. Du hast schon Recht, aber ist halt schwierig den Schritt zu wagen, vor allem wenn man vor dieser Zeit mit einer Anstellung ohne Arbeit arbeitslos war. Aber grundsätzlich gebe ich dir Recht, die Lebensqualität leidet doch sehr darunter.
Ich habe noch eine andere Frage und wäre froh um eure Erfahrungen: momentan nervt mich so einiges bei der Arbeit. Vor allem was die Kommunikation angeht gibt es immer wieder Pannen. Nerve ich mich nun Aufgrund von wenig Arbeit und ist dies die Folge eines Bore-Outs oder entsteht das bore-out durch das Nerven folglich dieser Pannen?
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, wie geht ihr damit um?
Hallo,
auch ich muss mich über die Übereinstimmungen zu meiner Situation wundern. Vor kurzem hatte ich einen Anfall mit Herzrasen und ging ins Krankenhaus.
Mit meinen 23 konnte aber glücklicherweise noch keine Art von Gebrechen festgestellt werden und meine Hausärtzin tippte auf “Burnout”. Nun aufgrund meiner Angespanntheit kommt es mir auch so vor, als würde ich unter Stress stehen und diese Sinnlosigkeit verfolgt mich inzwischen bis nach Hause.
Ich bin Informatiker mit Abschlussprüfung, habe die 2 jährige weitergemacht, aber ohne Maturaabschluss, da es sich bei dieser Matura auch nur um die Studienberechtigung handelte, aber Informatik anscheinend nur mein Hobby (Computerspiele, Filme, etc.) ist, aber meine Leidenschaft schon immer die Natur war.
Mathematik war auch nie meine Stärke, aber Deutsch dafür (nebenbei schreibe ich auch gern mal irgendwelche Geschichten, habe aber auch noch nie darüber nachgedacht, ob ich davon etwas veröffentlichen kann)
Viele meiner Freunde sagten schon, dass ich ein verschwendetes schriftliches Talent habe.
Nun ich habe aber dummerweise selbst Schiss davor keinen Job zu finden, der mir tatsächlich den nötigen Flow (so wird die Freude an der Arbeit doch genannt) gibt.
Das Buch über Boreout habe ich zwar noch nicht gelesen, aber im Gegensatz zu den Kritikern halte ich es nicht für einen Hoax, denn ich habe soviele Begründungen gesucht, warum ich überhaupt in diesem Job arbeite, dass ich diese Begründungen auch auf ALLES andere ausgeweitet habe.
Auf mein Umfeld, meine Familie, meine Freunde ja selbst auf die Frau die ich liebte, welche ich durch diese aufdringliche Fragerei und die Notwendigkeit ihrer Gegenwart, um mir wenigstens etwas Halt im Leben zu geben vertrieben habe.
Anstatt darüber nachzudenken was mir wirklich wichtig ist und mich zu trauen diesen Schritt zu gehen, habe ich mich lieber schnell auf Arbeit gestürtzt die den perfekten Eindruck abgab aber über Kurz oder Lang mir nicht das geben konnte, was ich suchte.
Zufriedenheit.
Denn wenn ich Geld verdienen will, dann möchte ich auch zufrieden damit sein können!
Offenbar war ich selbst einfach nur zu irgnorant um wirklich darüber nachzudenken, habe mich stattdessen lieber mit dem Gedanken “na egal, Hauptsache Geld verdienen” in eine Arbeit gestürtzt, die mir zwar ab und zu Spaß macht, aber eben auf lange Sicht nicht gut tut.
Wie es weitergeht, weiß ich noch nicht, aber eines ist sicher:
Es muss sich auf alle Fälle etwas ändern! Und dies liegt eben nur an mir.
Jedenfalls hoffe ich, dass alle Menschen da draußen die Unzufrieden sind auch die Kraft und das Einsehen haben, etwas zu ändern.
Denn offenbar ist es gerade die Veränderung vor der ich mich bisher immer gescheut habe.
lg Bertl
PS: Ich arbeite in einer Glücksspielfirma und bin für die Marktfreigaben zuständig. Jedoch gibt mir dieser Job keine Befriedigung. Schon allein, dass ich das hier schreibe, während der Arbeitszeit, sollte mir zu denken geben…
Sagt mal Ihr Faker ! Macht mal die Augen auf ! Die Zeit die Ihr rumsitzt laufen andere auf 250 % und geben bald den Löffel ab…eure Probleme möchte ich haben ! Ich kann euch bei uns 30 Leute nennen die alleine den Laden am Laufen halten, den Rest kannste rauswerfen…
Lieber Thomas!
ist ja super, WIR möchten gerne DEINE Probleme haben- tauschen wir? Aber offenbar kann es bei Dir ja doch noch nicht SO schlimm sein, wenn Du noch immer genug Zeit für diesen Eintrag hattest…
Hätte nie gedacht, dass es das gibt. Aber nach einem Wechsel in einen anderen Bereich erlebe ich erstmals, wie bescheuert Arbeit organisiert werden kann. Und das ganze unter der Prämisse: Unternehmen Staat. So ein Quatsch. Der Staat mit seiner Verwaltung wird immer Verwaltung bleiben und niemals auch nur annähernd wie ein Unternehmen aussehen. Leider sind die oben in der Hierachie so von sich und Ihren Vorstellungen überzeugt, so dass der Blick für das wesentliche verlorengeht. Meine Vorgesetzten kennen meine Ansichten, unterliegen aber auch Zwängen, so dass eine Änderung nicht zu erwarten ist. Also werde ich den Mist notgedrungen bis zu meiner Verrentung - mit Mitte 50 ist ein Arbeitgeberwechsel nicht angeraten - mitmachen. Wenigstens ist das Gehalt ordentlich und das soziale Umfeld gut.
lieber thomas,
du hast anscheinend nicht verstanden worum es hier geht, es geht nicht darum das wir hier faul sind oder nicht arbeiten wollen sondern es geht darum, dass hier niemand in seinem job gefordert wird und gelangweilt ist. hast du mal nachgefragt warum 30 leute bei euch überflüssig sind? ich will nicht abstreiten das es leute gibt sie einfach nicht mehr tun wollen als nötig, aber es gibt sicherlich auch welche darunter denen einfach die nötige kompetenz abgesprochen wird.
es erscheint fast das du ein scharz-weiss sehr bist. schade drum. wenn du zu denen gehörst die zuviel zu tun haben, und genau so meine ich das, solltest du dir vielleicht mal einen deiner 30 “nichtuer” schnappen und denen was von deiner arbiet abgeben!
lg, motte
Ihr habt das falsch verstanden : Den Laden kann man mit 30 Leuten wuppen. 70 kannste rauswerfen. Die 30 laufen aber auf 250 %.
Und andersherum wird ein Schuh draus : Nicht ich muss mir die Leute schnappen , die nichts zu tun haben, sondern die , die nichts zu tun haben müssen sich anbieten (und wenn es nur auf der eigenen Ebene ist, da muss der Chef auch nicht eingeschaltet werden).
Einfach mal ein : “Komm gib rüber den Vorgang, ich nehm Dir den mal eben ab” zu dem Kollegen, der nicht vor und zurück weiß !
PS : Ich hab wohlverdienten Urlaub !
@Thomas: Ich habe den Eindruck, Du bist hier auf der falschen Website bzw. hast deinerseits UNS auch falsch verstanden! (Vielleicht solltest Du die Einleitung ganz oben nochmal lesen?)
Du bist offenbar nicht vom Boreout betroffen (sei froh). Möglicherweise wirst Du unter dem Begriff “Burnout” fündig?
Hier geht es um Unterforderung, die eben leider gerade NICHT durch ein “einfaches” Sich-Anbieten an überarbeitete Kollegen zu lösen ist, im Gegenteil! Wir betteln ja geradezu um (anspruchsvolle, sinnvolle) Arbeit, aber wir kriegen sie nicht! Das ist ja eben das Üble an der Situation: Andere arbeiten sich auf und geben “250%”, wie Du so schön sagst - aber wir haben das Gegenteil und dürfen das eigentlich noch nicht mal laut sagen! Und hierfür keine Lösung zu finden, obwohl man schon alles mögliche versucht hat, frustet eben tierisch!
Ja Thomas, ich kann dein Unverständnis verstehen. Unsere Situation tönt schon verrückt und es tönt einfach, bei anderen um Arbeit zu betteln. Aber je nach dem in was für einer Organisation oder Firma du arbeitest ist dies eben nicht so einfach. Es gibt verschiedene Aufgabenbereiche, welche verschiedene Bildungen etc. voraussetzen. Und da kann man nicht einfach von anderen etwas übernehmen bzw. die Vorgesetzten wehren sich. Das ist die eine Seite. Die andere ist auch der Stellenbeschrieb und meine Ansicht. Ich bin für einen bestimmten Job für ein bestimtes Gebiet eingestellt worden und wurde jetzt ein Opfer von “Fehlplanung”. Konkret heisst das, ich habe einiges weniger an Arbeit als von den Vorgesetzten gemäss Statistik (welche falsch erhoben wurde) eingeplant wurde. Ja und somit - beide Seiten vereint - sitze ich den Tag mehr oder weniger ab und muss schauen, dass ich nicht ganz “verblöde” hier.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich auch kein Fan von Überzeiten bin, aber wenigstens dauerhaft beschäftigt zu sein, wäre schon was tolles. So ist das. Hoffe, du siehst es auch etwas von unserer Seite und kannst unsere Situation nachvollziehen. Denn deine Aussagen sind nicht gerade fair.
Es ist wirklich sehr traurig, dass es so vielen anderen auch so geht. Ich würde so gerne arbeiten, doch seit Wochen habe ich fast gar nichts mehr zu tun. Ich habe schon einige Male nachgefragt, doch man scheint mich nicht ernst zu nehmen. Auch leide ich schon an Müdigkeit und habe auch manchmal Kopfschmerzen. Ich suche ja einen anderen Job, doch leider ist es sehr schwierig etwas zu finden.
Schön, dass ich nicht alleine bin. Mir geht es nicht zum ersten Mal im Leben so und jetzt bin ich wieder an dem Punkt, wo ich mich zu Tode langweile.
Ich finde die oben angebotenen “Good Bye”-Strategien allerdings wenig hilfreich. Suchen Sie sich eine Arbeit, die Ihnen Freude macht … Ich weiss auch, dass es diese gibt. Mir macht es viel Spass, Chaos zu strukturieren und etwas Neues aufzubauen. Deswegen habe ich den letzten Job (schon im Ausland) aufgegeben und bin wieder mit der ganzen Familie (in ein anderes Land) umgezogen. 1 Jahr bin ich jeden Morgen voller Energie aufgestanden und habe mich wirklich gefreut. Vor 4 Wochen wusste ich, ich habe einen neuen Meilenstein erreicht - der Wecker klingelte und ich hatte keinerlei Lust, aufzustehen. Da ich das bereits vorausgesehen habe, bin ich dabei, mich zu bewerben - nur hat die Welt ja nicht auf mich gewartet, so dass ich die Zeit bis Tag X irgendwie herumbringen muss.
Mit meinem Chef hatte ich letzte Woche ein Gespräch, wobei ich das Wort “Langeweile” bewusst vermieden habe (damit habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht). Mein Chef sieht auch, dass ich unterfordert bin und würde mir gerne anspruchsvollere Sachen geben, nur: die gibts hier einfach nicht! Somit mische ich mich jetzt in Initiativen ein und / oder starte selbst welche, die einigermassen interessant sind. Das ist eine Möglichkeit - desweiteren würde ich mich gerne qualifiziert fortbilden, wobei ich Kurse, die was kosten, wegen Spargründen nicht bekomme. Selbst organisieren darf ich aber und mein Chef unterstützt auch das! Qualität kostenlos - das ist ja mal ein Kunststück. Glumpf!
Insofern habe ich es zumindest, was meinen Chef angeht, vielleicht besser als Viele von Euch hier.
Ein weiterer Kommentar von ihm war: ich arbeite sehr präzise mit sehr hoher Qualität, ich werde von den Kollegen in Europa (ich arbeite multi-national) sehr positiv wahrgenommen, nur hat er den Eindruck, meine Kollegen im hiesigen Büro müssten mich noch besser “sehen”. Ich soll mich jetzt also brusttrommelnd hinstellen und allen erzählen, wie toll ich doch bin. Nur: wofür?
Abgesehen davon, dass das nicht meiner Art enstpricht (diese Art des Marketing überlasse ich lieber den Leuten, die dafür gemacht sind) - was bringt das??? Ich bin hier die (intellektuelle) Datenbank, die, die alle fragen, wenns irgendwie kritisch wird, was ich ja auch irgendwie nett finde. Das Problem ist nur: was habe ich davon? Ich bekomme keinen Input, keine wirkliche Herausforderung, noch nichtmal ein “danke”, was ja auch nett wäre.
Lange Rede …
Nochwas: jemand hat was zum Thema Therapie geschrieben. Auch die hatte ich. Es gibt keine Anleitung, wie man seiner Arbeit Sinn gibt und dabei die Langeweile vetreibt. Die Frage ist doch: was ist die derzeitige Alternative? Kündigen und gelangweilt zu Hause sitzen ohne Geld oder gelangweilt im Büro mit Geld? Auf diese Weise habe ich das letzte Mal durchgehalten, bis was kam.
Ich mache mich jetzt übrigens nebenher selbständig und finanziere das durch “Langeweile für Fortgeschrittene” - somit habe ich jedenfalls ne Perspektive. Wenn das Dings nicht läuft, weiss ich wenigstens, warum und kann nicht unfähige Chefs oder undurchschaubare Strategien dafür verantwortlich machen.
Ach so - mein Arbeitgeber ist amerikanisch und zählt zu den Topadressen. :-/
niemand braucht gelangweilt zu hause sitzen, es gibt genug zu tun auf dieser welt! der begriff “arbeit” gehört neu definiert, arbeit darf nicht immer nur als lohnabhängigkeit betrachtet werden. wer wegen boreout den job aufgegebent hat und psychisch danieder liegt, suche sich zuerst eine ehrenamtliche tätigkeit im tierschutzverein, in einem flüchtlingsheim oder was auch immer spaß macht - ihr werdet sehen, wie viel ihr zurück bekommt und wie schnell wieder sinn und freude ins leben zurückkehren! und irgendwann habt ihr die energie und den mut, genau den bezahlten job zu suchen und zu finden, den ihr für ein menschenwürdiges leben braucht.
Mary, du sprichst mir aus der Seele. Genau das habe ich gemacht. Ich war eine Woche in den Ferien und hab diese Woche genutzt eine Jugendgruppe ins Lager zu begleiten - ehrenamtlich. Das hat wirklich gut getan. Zum einen fühlte ich mich gebraucht und hatte immer etwas zu tun, zum andern kommte, wie du gesagt hast, sehr viel zurück - vor allem an Dankbarkeit. Ich kann dies nur empfehlen. Jetzt bin ich wieder an der Arbeit und es geht weiter wie vorhin… Warten bis Abend ist!!!
Ich weiss nicht so genau ob ich an Boreout leide oder eher überfordert bin… Seit ca. 10 Jahren bin ich im gleichen Betrieb. Hab dort schon meine Ausbildung gemacht. Danach konnte ich mich auch Weiterbilden und einen neuen Aufgabenbereich übernehmen. Zuerst hat mir das etwas Angst gemacht, dann fand ich’s super. Einige Jahre hab ich so dann mehr oder weniger gut weitergearbeitet, aber irgendwie hab ich immer wieder starke Durststrecken, wo ich mich überhaupt nicht motivieren kann und nur genervt bin. Gleichzeitig liegen aber auch x kleine Dinge um mich rum, die ich noch erledigen sollte, aber irgendwie fühl ich mich total letargisch. Die Arbeit bleibt dann oft lange liegen und es gibt Tage wo ich meine Zeit mehrheitlich mit Mails an meine Freunde und Verwandten verbringe als mit Arbeit. Dadurch hab ich dann ein total schlechtes Gewissen weil ich mich selber dann für faul, unfähig und unspeditiv halte und dafür auch noch Lohn bekomme! Gleichzeitig fühl ich mich auch unter Druck gesetzt, wenn ich mir überlege, was ich alles noch erledigen sollte und fühle mich dem Druck manchmal nicht mehr gewachsen, wenn dann doch was dringendes ansteht! Diese ganzen negativen Gedanken überfallen mich dann vor allem am Abend und hindern mich am Einschlafen. Die Folge: Am nächsten Tag kann ich dann oft total übermüdet und genervt wieder aufstehen und an meine Arbeit gehen, die ich ja doch nicht erledige… Habe auch schon oft mit dem Gedanken gespielt die Stelle zu wechseln, aber inzwischen trau ich mich auf fast keine Stellenanzeigen mehr zu bewerben weil ich mich für nicht gut genug und nicht belastbar halte. Bei den Stellen, die mich fordern würden habe ich angst, weil ich’s ja bei meiner heutigen “einfachen” Stelle nicht gebacken kriege, bei “niedrigeren” Stellen, denk ich dann aber auch wieder, dass ich wahrscheinlich unterfordert wäre… Gleichzeitig bin ich total sauer auf mich selber, dass ich es nicht schaffe mich in den Arsch zu kneifen und meine Situation zu ändern! Mein Selbstvertrauen ist im Keller und befindet sich weiter auf Sinkflug. Und? Bin ich jetzt auch ein Boreout-Fall?
liebe nina, für mich klingt das weder nach burn- noch boreout. hast du schon mal daran gedacht, dass deine momentane schlechte situation vielleicht gar nichts mit dem job zu tun hat? ohne dir nahe treten zu wollen, aber auch das privatleben beeinflusst unsere innere einstellung.
hallo mary, ja kann schon sein, ich schliesse es nicht komplett aus, aber ich wüsste jetzt auch nicht dass ich ein konkretes Problem hätte wie Streit, Trennung, Krankheit, finanzielle Probleme oder was auch immer. Ich hab jetzt nicht DEN riesen Freundeskreis, aber ich hab Leute, auf die ich zählen kann. Ansonsten treibe ich halt generell irgendwie so mehr oder weniger planlos durchs Leben. Ich habe kein besonderes Ziel auf das ich jetzt hinarbeiten könnte/würde. Aber ob die Wurzel allen Übels jetzt mein Job oder irgendwo anders liegt, das kann ich nicht sagen… Mein Job ist einfach das, wo ich mich am meisten drüber aufrege, aber ob das Ursache oder Folge ist, wer weiss…
Hi, ich bin 51 und seit mehreren Jahren durch eigene Sturheit - wie man in denglisch so schön sagt - geborouted.
Anfangs habe ich nach interessanteren Aufgaben gebettelt oder diese sogar in völliger Eigeninitiative gesucht und übernommen. Ja , der Arbeitgeber gab mir interessantere Aufgaben und war mit den schnell gelieferten Lösungen auch hochzufrieden.
Diese neuen Aufgaben - sämtlich von Kollegen mit höherer Gehaltsstufe übernommen - durfte ich dann sogleich immer permanent übernehmen, es gab auch jedesmal ein Schulterklopfen für “Unseren besten Mann”, nur… irgendwie wirkte sich der Einsatz in keinster Weise gehaltstechnisch aus. Mit einer ganzen Standardpalette von stereotypen Gehaltserhöhungs-Ablehnungssprüchen wurden meine entsprechenden Wünsche/Bitten/Forderungen über Jahre verweigert.
Was also macht der normale Mensch?
1.) Innere Kündigung!
2.) Aus Innerer Kündigung wird schnell Bore-Out.
3.) Um dem Bore-Out zu entgehen, schreibt man Bewerbungen… nur… mit 51 Jahren bekommt man nicht mal mehr Antworten auf die Bewerbungen. Und für Selbstständigkeit fehlt absolut das Grundkapital.
4.) Kündigung (mit Abflug in die Arbeitslosigkeit), weil die Langeweile unerträglich geworden ist und sich fatalerweise mittlerweile auf Partnerschaft und Familie auswirkt.
Tja, lieber suche ich mir ein interessantes Hobby bei Hartz4, als mich für einen undankbaren Arbeitgeber (eher wohl Ausbeuter) krumm zu machen… das wird der Preis meiner Sturheit sein.
Aber mein Credo ist, so lange ich mich bewege, werde ich nicht untergehen. In diesem Sinne: Lasst Deine Ängste nicht siegen, kündige den BoreOut-Job! Ansonsten kündigt der Job Dich - endgültig.
Recht so, Opa!!!
Mein Vorgesetzter ist der Meinung, er sei der einzige, der überhaupt Arbeiten erledigen kann. Ganz nebenbei sichert er dadurch auch seine Stellung ab als einziger, der über diese Abteilung den Überblick hat. Seit 2 Jahren bitte ich immer wieder um eine Zuständigkeit und um eigenverantwortliche Arbeiten (bin im öD). Anfang des Jahres hatte ich wieder ein Gespräch, in dem ich ihm dargelegt habe, dass ich ab ca. April gar keine Arbeit mehr hätte. Naja, dreimal dürft ihr raten: Er hat nix für mich. Dann wies er mich noch darauf hin, dass ja noch Arbeit im Datenbankabgleich zu erledigen wäre. Das ist langweilige Idiotenarbeit! Das Ergebnis: Seit Februar rede ich nicht mehr mit ihm. Und er fragt nicht nach.
Ich bewerbe mich jetzt weg (intern im öD) und habe auch schon mit der Geschäftsleitung gesprochen. Der Personalrat ist eingeschaltet, und ich denke gar nicht daran, mich meinem Schicksal einfach zu ergeben! Ich werde auf jeden Fall was besseres finden!
Es gibt nur zwei Probleme:
- bis zu einem Wechsel kann es lange dauern,
- ich muss aufpassen, niemanden auf die Zehen zu treten. Sonst habe ich ganz schnell einen schlechten Ruf und einen Totenkopf auf der Personalakte.
Leute, bin ich froh
Einfach mal eine Seite, wo man sich ein bisschen “auskotzen” kann….
Bei mir ist es so: ich arbeite jetzt seit 6 Jahren “hier”. Den Job wollte ich von Anfang nicht, weil mich mein Aufgabengebiet NULL interessiert. Aber damals war der Job eben besser, als weiter arbeitslos zu Hause zu sitzen. Damals dachte ich noch, dass ich diesen Job jetzt eben mal vorübergehend mache, bis ich was neues habe was mich wirklich interessiert. Tja, das ist jetzt 6 Jahre her….
Was ich hier tue ist stinklangweilig und interessiert mich nicht im geringsten. Nur Routineaufgaben, sonst nichts….
Jetzt der Clou: nach meiner Schwangerschaft habe ich den Job, den ich vorher in Vollzeit gemacht habe, nur noch in Teilzeit gemacht. Dann wars schon etwas besser mit der Langeweile.
Dann haben sich bei uns interne Umstrukturierungen ergeben.. und ich wurde zugeschüttet mit Arbeit. Ich wußte auf einmal nicht mehr wo mir der Kopf steht.. nach 1,5 Jahren: der totale körperliche Zusammenbruch.. BURNOUT!!!!
Ich war viele Wochen zu Hause und habe mich etwas erholt….
Jetzt bin ich wieder zurück….mein Chef war so nett mir einige Aufgaben abzunehmen und anders zu verteilen…
Und jetzt? Bin ich wieder im alten Fahrwasser und langweile mich zu Tode… Ihr kennt das sicher: ich bin mit den Aufgaben des Tages fertig, sehe auf die Uhr und merke, dass es 09:38 Uhr ist…. und was dann???? Wenn ich meinen Chef bitte mir wieder etwas mehr Arbeit zu geben, weigert er sich, weil er mich vor einem weiteren Burnout schützen will.. nett gemeint, aber auch der Boreout stresst mich.. genau wie der Burnout… ich weiß echt nicht mehr weiter!!!
Und das schlimme ist: zu Hause würden so viele sinnvolle Aufgaben auf mich warten!!! Ich hab so viel im Hauhalt zu tun.. aber nein, ich muss hier meine Zeit totschlagen und warten…..
So, das musste mal raus ;-))
Vorletzte Woche hatte ich endlich eine Woche Ferien… und jetzt, nur gerade knapp eine Woche später, habe ich sie wieder bitter nötig, die Ferien. Müde und ausgelaugt vom Nichtstun, vom Zeitabsitzen. Aber immerhin hat es meine Vorgesetzte geschafft, mit mir und meiner Mitarbeiterin (die genau so wenig zu tun hat wie ich) einen Gesprächstermin zu vereinbaren und über unsere Situation zu reden. Da bin ich mal sehr gespannt, denn bis anhin hat man unsere unbefriedigende und “arbeitslose” Situation alles andere als ernst genommen. Uns wurde gar verboten zu jammern. Offiziell sei unsere Arbeit super und wir hätten auch genügend zu tun. Tja… offiziell. Inoffizell aber sitzen wir den ganzen Tag nur rum - das zu zweit - und warten bis Abend ist. Hoffe, dass unser Gespräch eine positive Wende bringt in der ganzen unbefriedigenden Geschichte.
Tja, schon wieder ich. Darf ich mal fragen, was ihr so den ganzen Tag durch macht? Ich habe nämlich alles schon erledigt. Damit meine ich auch meine privaten Angelegenheiten. Wäre froh über ein paar Hinweise und Ideen. Danke im Voraus.
hallo andi!
mein zeitvertreib ist das internet, hier habe ich die möglichkeit mich ausführlich den interessanten seiten des www zu widmen, und natürlich hab ich immer etwas arbeitsmäßiges im hintergrund aufgeschlagen um meine seite schnell zuzuklappen, falls doch mal jemand in mein zimmer kommt (jaja, typische strategie um beschäftigung vorzutäuschen). ich lese oft zeitungen aus der ganzen welt, zum glück kann ich ein paar sprachen, und sonst würde ich mir nie die zeit nehmen, z. b. zeitungen aus argentinien, brasilien oder dem baltikum zu schmökern. außerdem surfe ich regelmäßig durch alle möglichen job-seiten, für meine urlaube recherchiere ich viel, drucke mir infos und stadtpläne aus etc. etc.
einerseits bringt mich das alles auf andere gedanken, und ich komme im kopf weg von meiner situation, andererseits sind durch das viele auf den bildschirm starren meine augen überstrapaziert, und meine gelenke sind vom einseitigen sitzen steif. tja, alles hat seine zwei seiten. viel lieber würde ich ab und zu mit jemandem plaudern, leider hab ich kaum ansprechpersonen. nur nicht wahnsinnig werden, ist meine devise.
Guten Morgen zusammen,
das große Problem bei der Sache ist ja, wie bereits angesprochen, die übertragung aller Symptome und Strategien ins Privatlevben.
Das ganze kann auch so weit getrieben werden, dass das eigendliche Privatleben nicht mehr stattfindet.
Meine SItuation ist ähnlich denen vieler Menschen welche im Beruf eigendlich viel mehr leisten könnten und es nicht “dürfen”.
was man im Berufliczhen Leben tut, führt man im Privaten fort.
Man beschäftigt sich zu sehr mit irrelevanten Problemstellungen, als das man sich mit wichtigen Themen auseinander setzt.
Von aussen betrachtet, hat es den Anschein einer Faulheit, jedoch wird beim näheren Hinsehen dann erst bewusst, dass es sich um eine umschichtung aus der Berufswelt handelt.
Die Symptome entwickelten sich bei mir ziemlich langsam.
Erst hatte ich wirklich so viel zu tun, das ich teilweise 13h am Tag bei der Arbeit war, wodurch meine Sozialen Kontakte abgerissen sind.
Später hatte ich dann so wenig zu tun, das ich probleme bekam die Zeiten, welche dem Kunden in rechnung gestellt wurden, ein zu halten, da ich einfach zu schnell mit den Aufgaben fertig war. Nun ist es so, dass ich kaum noch ein Privatleben besitze, welches erwähnenswert wäre. zusätzlich schlafe ich nur noch sehr wenig, habe kaum Soziale Kontakte, bin dauerhaft müde, leide an Erschöpfungszuständen und Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, lustlosigkeit, niedergeschlagenheit, und den anfängen von depressionen.
Dazu kommen die Körperlichen auswirkungen der Psychischen Symptome:
Verringerung der Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Gelenkschmerzen, Verspannungen, sehstörungen, Schwindelanfälle, Schweissausbrüche ect.
Alles in allem ist das Boreout meiner Ansicht nach um längen gefährlicher als das Burnout-Syndrom, da beim Burnout eine Ruhephase Wunder wirkt. Beim boreout jedoch, wirkt sich eine Ruhephase in keinster Weise aus. Sicher ist es schön mal zur Ruhe kommen zu können, aber auch diese Zeit sollte dann bereits gefüllt sein mit unternehmungen. Andernfalls bringt es nichts sich eine Woche Frei zz nehmen.
In meinem Fall kommt hinzu, das Arbeitstechnisch keine Besserung in sicht ist, denn auch wenn ich quantitativ belagert werde ist es Qualitativ einfach nicht fordernd. Ich ziehe da immer ganz gerne den Vergleich mit einem dressierten Affen, welcher die selben Tätigkeiten erfüllen könnte.
Die Einzige Möglichkeit ist für mich, durchhalten bis zum nächsten Projekt und hoffen das ich dann aus der Spirale raus komme.
Aber an alle Betroffenen:
Durchhalten und notfalls Hilfe beim Arzt oder Onkel Psychologen/Psychiater suchen. Aber keine Antidepresiva nehmen, denn die helfen nicht.
Liebste Grüße
Nervo
Hallo Nervo,
oh weh, das klingt aber gar nicht gut und Du hast Recht, der Aspekt, dass eine Ruhephase nicht wirklich was nützt, wurde hier noch nicht angesprochen, denn ich merke es auch gerade. Bin ein paar Tage nichts machend Zuhause geblieben, einfach weil mich der Gedanke den relativ weiten täglichen Arbeitsweg zur Nichterfüllenden Tätigkeit schon total gestresst hat. Und auch während der Nichtsmachphase geht dieser Stress nicht raus, schon allein der Gedanke, etwas “zu müssen” macht mich innerlich erschöpft und zittrig. Vielleicht braucht man aber einfach nur mehr Zeit UND danach die Perspektive auf etwas Anderes, eine andere Tätigkeit, viellicht nicht wirklich in der selben Firma, denn ich denke, dass diese “untätige Hoffnungslosikeit” einfach mit der jeweiligen Firma und deren Strukturen verknüpft ist.
Aber weisst Du, was vielleicht helfen könnte, mir hilft es zumindest habe ich heute wieder bemerkt. Ich achte in letzter Zeit immer darauf, was mich ausmacht, heisst, was mich in der Aussenwelt anspricht, sei es optisch (Filme Bücher), ein gewisser Humor, Einrichtungsstile, Musik, alles was die Sinne anspricht, einfach, um mir wieder ein Stück näher zu kommen, kann ja nicht sein, dass in der Arbeitsroboterhülle nichts mehr drinsteckt. Und sobald ich da etwas auf die Schliche gekommen bin (heute waren es zum Beispiel Labtoptaschen mit einem besonderem Aufdruck), fange ich innerlich wieder ein bisschen an, aufzublühen, und damit ich das nicht wieder vergesse, was mich da kickt, suche ich im Internet nach den entsprechenden Bildern, druck sie mir aus und hefte sie in meinem extra dafür angelegtem Ordner ab. Dem Ordner, mit dem ich mir wiederum auf die Schliche komme, und mit mir meine ich nicht der Arbeitsroboterhülle, sondern dem Wesen darin, das sich gerne wieder selbst programmieren möchte.
Ich bin der Meinung, dass jeder von uns sich das verdient hat, einer Tätigkeit nachzugehen, die ihm wirklich Spass macht, nur gehört sich da manchmal Mut und auch ein bisschen Zeit dazu, sich dessen bewusst zu werden und B -Pläne zu entwerfen. Aber ich bin mir sicher, dass jeder von uns, schon alleine aufgrund seines Selbsterhaltungstriebs dann Alternativen sucht, wenn es einfach wirklich nicht mehr geht.
Viele Grüße, Miss Rain
Hi Nervo
Du hast schon einiges mitgemacht, phuuu… da kommt einiges zusammen. Du hast recht, dass Ruhezeiten nicht wirklich viel bringen. Ich habe daher meine Ferien genutzt und ein Jugendlager begleitet. Die Woche hat mir sehr gut getan. Zum einen fühlte ich mich gebraucht und zum anderen durfte ich eine lässige Woche mit coolen Jugendlichen verbringen. Es war wirklich eine Flucht aus dem tristen Alltag. Vielleicht wäre das auch was für dich. Muss ja nicht unbedingt ein Jugendlager sein, aber eine andere Aktivität während den Ferien kann auch schon Wunder bewirken. Ich kann so freiwillige Engagement nur weiter empfehlen. Vielleicht wärs mal ein Versuch wert.
Liebe Grüsse
Andi
Hi,
Ich bin erstaunt wie vielen es ähnlich geht, wie es mir ergangen ist.
Drei Jahre habe ich bei einem Unternehmen gearbeitet, bei dem ich ständig unterfordert wurde.
Studiert hatte ich Wirtschaftsinformatik. Im Studium ging es großteils um ausbilden analytischer Fähigkeiten, konkret Gapfit / ABC / Abläufe / Statistik / bla bla.. kennt man ja .. und ein wenig programmierung gabs auch.
Mein Beruf war Entwickler Navision (falls das wer kennt), und die Herausforderungen meiner Aufgaben entsprachen dem Stand eines Praktikanten! Mal hier “Fett” zu “Kursiv” machen. Hier mal eine Zeile mehr drucken usw. Verschieb mal dieses Feld, oder jenes … das hätte ich nach dem QBasic Kurs in der 10. Klasse gekonnt.
Nach 2 Jahren fing es dann in der Tat an interressant zu werden. Zu Spät! Keine Motivation mehr, man wird träge und langsam und eine pille-palle Änderung stellt ein unlösbares Problem dar.
Wenn man sich 2 Jahre lang fragt, wofür man rumstudiert, und sich permanent langweilt, dann entwickelt man einen gewissen Hass auf sich selbst und auch (zumindest ich) auf seinen Arbeitgeber. Dieser manifestiert sich, und frisst permanent an einem .. also nich der Arbeitgeber, sondern der Frust. So sehr, daß sogar meine Frau das bemerkte.
Sowas ist ärgerlich. Für mich, da es mir die Lust an dieser Arbeit nimmt, und für den AG, welcher viel in mich investiert hatte.
Die vermeintliche Lösung:
Ein Jobwechsel zu Consultant was wohl das richtigere gewesen wäre. Aber wenn man nur 3 Jahre Berufserfahrung, und das noch als Entwickler hat, ist dies sehr schwer. Entwicker sind gesucht wie blöde - Consultants sind mehr als genug da. Keine aussage über Qualität, nur Quantität
Also musste ein firmenwechsel reichen der job blieb der gleiche und nun hoffe ich, daß es nicht wieder los geht.
Drückt mir mal die Daumen, daß es hilft, noch ist es interressant.
(Nachtrag)
Soar meine studi-jobs waren interressanter.
BBB - Bored Beyond Belive
Irgendwo hab ich das mal aufgeschnappt, finde es beschreibt das mehr als passend.
gibts dieses boreout auch in der schule? wenn ja dann leide ich sicher darunter, weil ich da nur rumgammle und bissel zuhöre und vielleicht mal etwas mitschreibe und ich bin trotzdem einer von den besseren in der klasse