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Selbstständig machen – wie ein Gewerbe angemeldet wird

Wie ein Gewerbe angemeldet wird

Eine große Zahl von Gründern und Selbstständigen sind im rechtlichen Sinn Gewerbetreibende. Deshalb brauchen sie einen Gewerbeschein, wenn sie ihre Tätigkeit ausüben wollen. Das Papier, bei dem es sich im engeren Sinne gar nicht um einen Schein handelt, bekommen sie im Rahmen einer Gewerbeanmeldung.

Wer kein Gewerbe ausübt

Mit dem Gewerbeschein wird bestätigt, dass der Selbstständige oder Gründer beim zuständigen Amt ein Gewerbe angemeldet hat. Verpflichtend ist das nicht für jeden. Angehörige Freier Berufe sind eine Ausnahme. Rein rechtlich betreiben sie nämlich kein Gewerbe. Für ihre freie und unternehmerische Tätigkeit ist ein solches Papier also nicht nötig. Alle, die in so genannten Katalogberufen tätig sind, zählen als Angehörige Freier Berufe. Das sind, um nur wenige Beispiele zu nennen, Rechtsanwälte und Steuerberater, Architekten, Künstler oder Journalisten. Wer noch alls zu den Freien Berufen gehört, darüber informiert das Portal http://www.gruendercheck.com/.

Was ein Gewerbe ausmacht

Eine gesetzliche Definition gibt es für den Begriff des Gewerbes nicht. Literatur und Rechtsprechung haben ihn im Laufe der Zeit geformt. Bestimmt wird demnach ein Gewerbe durch vier Kriterien. Selbstständigkeit bedeutet, dass jemand unabhängig tätig ist. Regelmäßigkeit heißt, er muss sein Gewerbe planmäßig, fortgesetzt und nachhaltig ausüben. Wichtig ist die Entgeltlichkeit. Das bedeutet, die Tätigkeit muss auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist. Nicht zuletzt muss es eine erlaubte Tätigkeit sein.

Die Anmeldung eines Gewerbes ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, denn es besteht Gewerbefreiheit. Das bedeutet nichts anderes, als dass jeder ohne besondere Erlaubnis ein Gewerbe anmelden darf. Für ausgewählte Branchen ist allerdings eine Erlaubnis Voraussetzung für die Anmeldung eines Gewerbes. Zeigt jemand ein überwachungsbedürftiges Gewerbe an, muss er beim Gewerbeamt nicht nur einen Gewerbezentralregister-Auszug, sondern auch ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Zu den Gewerben mit Überwachungsbedürfnis gehören Detekteien, Reisebüros und Partnervermittlungen.

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